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Wege der Erinnerung – Stolpern über das Vergessen

Die Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin bietet umfangreiche Hilfe bei der Realisierung pädagogischer Projekte rund um die Stolpersteine an.
Das Angebot richtet sich an schulische wie außerschulische Gruppen, die sich für das Erinnern engagieren und sich auf die Suche nach dem individuellen Schicksal von Berlinern und Berlinerinnen begeben wollen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Verfolgungsvorwände gab es viele. Diese Vielfältigkeit drückt sich auch in den Stolpersteinen aus. Sie erinnern an Menschen jüdischen Glaubens oder Herkunft, an Sinti und Roma, an politische und religiöse GegnerInnen, an Opfer der „Euthanasie“-Morde, an Homosexuelle, ZeugInnen Jehovas und an die als „asozial“ stigmatisierten und verfolgten Menschen.

Pädagogische Projekte rund um Stolpersteine
Das Projekt sieht vor, dass junge Leute bei der Recherche von ausgewählten Schicksalen begleitet werden und diese in den jeweiligen historischen Kontext der Verfolgung stellen. Es geht darum, dass die Jugendlichen lernen, die vielfältigen Mechanismen der Stigmatisierung und ihrer Kontinuitäten besser zu erkennen. An diesem Punkt kann vermittelt werden, dass die nationalsozialistischen Mordprogramme eine lange Vorgeschichte der rassistischen und politischen Diskriminierung und Ausgrenzung hatten. Sie wurden von einer breiten Masse der Bevölkerung getragen, so dass sie sich bis zum systematischen Massenmord entwickeln konnten.

Projektformen
Möglich sind Projekte zu bereits verlegten Stolpersteinen, welche die biografischen Bezüge weiter ausarbeiten und die Umgebung des Wohn- und Lernumfelds der Jugendlichen einbeziehen. Als Abschluss der Projektarbeit bieten sich unterschiedliche Präsentationsformen an: Hörwege, selbst entwickelte Rundgänge durch den Kiez oder kleine Ausstellungsarbeiten sind denkbare Resultate. Möglich sind aber auch Projekte, die die Verlegung eines neuen Stolpersteins zum Ziel haben. Darin wird die Verlegung zentraler Bestandteil des Projektes sein. Hierfür muss mit 6 Monaten Projektlaufzeit gerechnet werden.

Zielgruppen
Zielgruppe sind Jugendliche ab ca. 12 Jahren. Die Angebote richten sich an alle Schulformen und außerschulische Träger. Das Begleitprogramm wird individuell mit den Lehrenden oder BetreuerInnen zusammengestellt. Je nach Wissenstand und Vorkenntnissen über die Geschichte des Nationalsozialismus beinhaltet das Programm eine Phase der Einführung und Kontextualisierung des biografischen Arbeitens.

Kontakt und pädagogisches Begleitmaterial
Wenn Sie Interesse haben, ein pädagogisches Stolpersteinprojekt durchzuführen, nehmen Sie bitte hier Kontakt auf. Die Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin hat zusätzlich ein Heft mit pädagogischem Begleitmaterial erarbeitet, in dem historisches Hintergrundwissen zu den einzelnen Verfolgtengruppen und die jeweilige Recherchehilfe angeboten werden. Hier können Sie es für 8,-€ bestellen.