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Frieda Rebhun (geb. Josephy)

Portrait von Frieda Rebhun
Stolperstein für Frieda Rebhun. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Poschinger Str. 14

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Steglitz
VERLEGEDATUM
07.07.2008

GEBOREN
17.02.1891 in Parchim (Mecklenburg)
DEPORTATION
am 26.09.1942 nach Raasiku (b. Reval)
ERMORDET
in Raasiku (b. Reval)

Frieda Rebhun, geb. Josephy, war verheiratet mit dem Kaufmann Leopold Rebhun, geboren am 20. Juni 1885 in Berlin, gestorben am 1. Juni 1940 in den Wittenauer Heilstätten. Ob Leopold Rebhun ein Euthanasie-Opfer wurde, ist bisher nicht geklärt. Beigesetzt wurde er am 6. Juni 1940 auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee (Feld P. Abteilung VII, Reihe 4, Bestattungs-Nr. 103351).
Das Ehepaar bekam 1918 die Zwillinge Heinz und Kurt. Beide wanderten 1936 nach Palästina aus und schlossen sich der Jüdischen Brigade an. Kurt fiel 1948 als Soldat, Heinz wurde im selben Jahr in Haifa von einem Araber erschossen.

Frieda Rebhun hatte einen Bruder, Artur Josephy, geboren am 21. Januar 1898, der nach Chile emigrieren konnte. Er versuchte, seine Schwester aus dem Ausland finanziell zu unterstützen, was die „Vermögensverwertungsstelle“ als Argument für „eine beschleunigte Bearbeitung des Vorgangs zur Vermögenseinziehung“ benutzte. Eine entsprechende Verordnung legitimierte diese Ausplünderung.
Ab 1941 war Frieda Rebhun bei dem Rechtsanwalt Bernhard Blau (Eichenallee 66 in Berlin-Charlottenburg) beschäftigt, der sich wegen seiner jüdischen Herkunft nur noch „Konsulent“ nennen durfte. Sie lebte als Witwe in der Poschingerstr. 14 in Steglitz, bei ihr war das Ehepaar Gotthilff (s. dort) zwangseinquartiert. Die Poschinger Str. 14 „gilt als jüd. Haus“, gab Frieda Rebhun in der Vermögenserklärung an. Frieda Rebhun wird im September 1942 im Alter von 51 Jahren in die Tötungsstätte Raasiku bei Reval deportiert, wo sich ihre Spur verliert.


Biografische Zusammenstellung

Initiative Steglitz nach Informationen der Enkelin, Miriam Rebhun Gaudino, Neapel