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Recha Marcus

Stolperstein für Recha Marcus. Fotorechte: D. Janke.
VERLEGEORT
Steinstr. 4

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Steglitz
VERLEGEDATUM
07.03.2009

GEBOREN
15.02.1883 in Posen / Poznań
BERUF
Weißnäherin
DEPORTATION
am 29.11.1942 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Recha Marcus war die Tochter des jüdischen Ehepaars Marcus, das seinen Kindern nach dem Ersten Weltkrieg aus Posen nach Berlin folgte. Die Eltern lebten in der Skalitzer Straße in Kreuzberg, im Haus ihres Sohnes, des Apothekers Arnold Marcus, der später das Haus in der Steinstr. 4 in Steglitz erwarb.

Dort, im vorderen Zimmer der 4-Zimmer-Wohnung, lebte Recha Marcus, ebenso wie die Schwiegereltern von Arnold Marcus, die Bendheims.

Recha Marcus war von Beruf Weißnäherin und versorgte die Familie mit sauberer Wäsche. In der Familie erinnert man sich, dass sie „klein von Statur war […], ihre Haut war hell und sie hatte ein freundlich liebenswürdiges Wesen“.

1943 wird sie zusammen mit Margarete Bendheim nach Auschwitz deportiert.

In den Volkszählungsakten 1939 war in der Wohnung der Steinstraße außerdem noch Ruth Nessel (*1915), geb. Marcus, gemeldet. Sie war die Tochter von Erna und Arnold Marcus und damit die Nichte von Margarethe Bendheim (genannt Tante Daisy) und Recha Marcus, bzw.
die Enkelin von Adele Bendheim.

Ruth hatte 1938 Roman Nessel geheiratet, ihre gemeinsame Tochter Renate wurde 1939 in Berlin geboren, bevor Ruth mit Roman und Renate bei Kriegsbeginn erfolgreich über Österreich und Jugoslawien nach Italien fliehen konnten. Seit den 1950er Jahren wohnte die Familie wieder in Berlin und lebte in Wilmersdorf am Heidelberger Platz. Ruthe Nessel verstarb hochbetagt im Kreise von 6 Enkel- und 6 Urenkelkindern im Oktober 2011.


Biografische Zusammenstellung

Initiative Steglitz nach Biographischen Notizen der Großnichte Frau Marguerite Marcus.