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Enoch Belgard

Enoch Belgard © OTFW
VERLEGEORT
Wernerstraße 7

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Wannsee
VERLEGEDATUM
05.04.2014

GEBOREN
20.10.1883
DEPORTATION
am 19.10.1942 nach Riga
ERMORDET
31.12.1944 in Riga

Martin Enoch Belgard kam am 20. Oktober 1883 in Graudenz als Sohn des Kommerzienrates und Stadtrates Heinrich Belgard und seiner Frau Sara geborene Leiser zur Welt.
Er studierte an der Universität zu Berlin, wurde zum Dr. phil promoviert und schrieb eine Abhandlung über „Parzellierung und innere Kolonisation in den 6 östlichen Provinzen Preußens 1875 – 1906“.
1911 heiratete er Gertrud Tana Lane Weinstein. Sie lebten in Graudenz in der Börgenstraße 39, wo Martin Enoch Belgard zusammen mit seinem Vater die vom Großvater ererbte Firma Isaac Belgard, Bank und Getreide, in der Marienwerder Straße 13 führte. Martin Enoch Belgard nannte sich Bankier und Mitinhaber der Firma Isaac Belgard, Bank-, Wechsel- und Getreidegeschäft.
Am 25. Juli 1913 kam ihr Sohn Hans Joachim auf die Welt.
Als Graudenz nach dem Ersten Weltkrieg polnisches Staatsgebiet wurde, zogen seine Eltern und er mit seiner Familie 1921 nach Berlin. Sein Vater kaufte in Wannsee das Grundstück Wernerstraße 7, wo die ganze Familie lebte. 1921 starb seine Mutter, 1927 sein Vater.
Martin Enoch Belgard wohnte weiterhin mit seiner Frau und seinem Sohn Hans Joachim in der Wernerstraße 7, bis sie alle drei am 19. Oktober 1942 nach Riga deportiert wurden.
Er wurde am 31.12.1944 ermordet. Seine Frau und sein Sohn wurden am 22. Oktober 1942 ermordet.


Biografische Zusammenstellung

Projekt Stolpersteine / Wikipedia