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Etta Ottilie Veit Simon

VERLEGEORT
Hindenburgdamm 11

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Lichterfelde
VERLEGEDATUM
16.10.2014

GEBOREN
29.08.1918 in Berlin
DEPORTATION
am 07.07.1942 nach Theresienstadt
ÜBERLEBT

Etta Ottilie wurde am 29. August 1918 in Berlin geboren. Ihre Eltern waren Dr. Heinrich Veit Simon und dessen Frau Irmgard, geb. Gabriel.

Sie musste gemeinsam mit ihrer Schwester Ruth Zwangsarbeit bei der Firma Zeiss-Ikon in Zehlendorf leisten. Beide wurden offenbar nach einer Denunziation verhaftet, die eine Ausreise mit gekauften belgischen Papieren unmöglich machte. Auch ihr Vater wurde bei dieser Gelegenheit verhaftet und starb im Zuge der Verhöre.

Mit dem 16. Theresienstadt-Transport wurden Ruth und Etta deportiert.

Ihr Bruder Rolf wurde von den Niederlanden aus nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Die Geschwister Harro, Ulla und Judith konnten rechtzeitig emigrieren.

Etta scheint wie ihre Schwester Ruth eine künstlerische Begabung gehabt zu haben und in Theresienstadt an der Theatergruppe beteiligt gewesen zu sein. Sie überlebte als einzige der deportierten Familienmitglieder das Lager.

Nach dem Krieg ging sie in die USA, wo auch ihre Schwester Judith wohnt.

Sie heiratete 1952 Erwin Japha und wurde Mutter einer Tochter und von zwei Stiefkindern. Hochbetagt starb sie mit 90 Jahren in Seattle, Washington.


Biografische Zusammenstellung

Initiative Steglitz nach Angaben eines Neffen, Herrn John Veit-Wilson