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Edith Müller (geb. Wertheim)

Portrait von Edith Müller
Stolperstein für Edith Müller. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Waltraudstraße 27

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Dahlem
VERLEGEDATUM
03.07.2010

GEBOREN
18.03.1898 in Berlin
DEPORTATION
am 28.10.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Edith Wertheim kam am 18. März 1898 in Berlin als Tochter des Gerson genannt Gustav Wertheim und seiner Frau Henriette geborene Levy zur Welt. Ihre Schwestern waren Wally (1897) und Lilli (1901), ihr Vater war ein erfolgreicher Wäschefabrikant.
Edith heiratete 1919 den Juristen Johannes Müller, der am 6. November 1893 in Berlin geboren war. Die Töchter wurden geboren: Ellen Marion am 26. September 1920 und Inge Margot am 7. November 1927.
Ihr Mann, der sich später Jean Paul Müller nannte, wurde promoviert und war in Berlin als Rechtsanwalt tätig, u. a. war er Berater des Landesverbandes Groß-Berlin des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten.
Die Familie lebte in Zehlendorf (heute Dahlem), Waltraudstraße 27.
Am 1. August 1933 emigrierte die Familie nach Frankreich und lebte von 1933 bis 1938 in Neuilly, damals betätigte sich Jean Paul Müller als Filmproduzent.
1939 zogen sie nach Paris,
1940 nach Pau und schließlich nach Nizza.
1943 floh Jean Paul Müller nach Paris und lebte dort im Untergrund.
Edith Müller wurde im September 1943 verhaftet, ins Sammellager Drancy gebracht und am 28. Oktober 1943 von dort in das KZ Auschwitz. Ihr Todesdatum ist nicht bekannt.
Ihrem Mann Jean Paul Müller gelang es während der Okkupation in die USA zu gelangen, wo er seinen Lebensunterhalt als Barkeeper verdiente.
Die Töchter überlebten, Ellen Marion heiratete Pierre Haymann, zog nach England, bekam zwei Kinder und starb 2010 in London. Ihre Schwester Inge Margot nannte sich später Huguette und heiratete James Carlton, sie wohnten in San Francisco.


Biografische Zusammenstellung