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David Plelis

Stolperstein von David Plelis
Stolperstein für David Plelis. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Teutonenstraße 15

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Nikolassee
VERLEGEDATUM
03.07.2010

GEBOREN
01.03.1912 in Proskorow (Russisches Reich) / Chmelnyzkyj
DEPORTATION
am 02.04.1942 nach Warschau
TOT
im Ghetto Warschau

David Plelis kam am 1. März 1912 in Proskurow/Ukraine/Sowjetunion in einer jüdischen Familie zur Welt. Er war vermutlich behindert.
1939 lebte er im Haus Teutonenstraße 15, in dem auch der Psychiater Dr. Emil Nawratzki mit seiner Frau Toni lebte. Deren Kinder waren schon emigriert und das Ehepaar beging am 7. Juli 1938 Suizid.
David Plelis musste nun in das Dauerheim Weißensee, Wörtherstraße 20 (heute Smetanastraße 53) ziehen. Das Dauerheim Weißensee war 1902 gegründet worden als Arbeitshaus für jüdische Arbeits- und Obdachlose, ab 1923 wurde es als Heim für Jüdische Schwachsinnige betrieben. Dieses Heim hatte Platz für 30 männliche und 30 weibliche erwachsene Menschen mit Behinderungen.
Am 2. April 1942 wurde David Plelis aus dem Heim nach Warschau ins Ghetto deportiert. Auf der Deportationsliste steht hinter seinem Namen: Schwachsinnige.
Er wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet.


Biografische Zusammenstellung