Max Levy

Verlegeort
Ansbacher Str. 76
Historischer Name
Neue Ansbacher Str. 20
Bezirk/Ortsteil
Schöneberg
Verlegedatum
29. November 2013
Geboren
16. August 1893
Beruf
Kaufmann
Zwangsarbeit
Arbeiter (der Straßenreinigung Berlin)
Deportation
am 17. März 1943 nach Theresienstadt
Später deportiert
am 29. September 1944 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Max Levy. Copyright: MTS
    Stolperstein für Max Levy. Copyright: MTS

    Stolperstein für Max Levy. Copyright: MTS

Max Levy wurde am 16. August 1893 als Sohn des Kaufmanns Jacob Levy und dess Ehefrau i Allenstein/Ostpreußen geboren. Die Familie lebte dort am Markt 26. Irgendwann zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Levys dann nach Berlin gezogen. Max Levy lebte vermutlich zeitweise noch in Königsberg, vielleicht während seiner Ausbildung zum Kaufmann. In Berlin wohnter der Vater und sein unverheirateter Sohn seit 1935 in der Neuen Ansbacher Straße 20 (heute: Ansbacher Straße 76) und betätigten sich beide als Kaufleute. Welche Produkte sie vertrieben ist nicht bekannt. Wir wissen auch nicht, wann Max Levys Mutter gestorben ist und ob sie noch mit in der Neuen Ansbacher Straße 20 lebte. Schließlich wurde ihnen die Wohnung in der Neuen Ansbacher Straße gekündigt. Man wies sie in die Wohnung von Dora Goldstein in der Martin-Luther-Straße 87 ein. Dort bewohnten sie ein möbliertes Zimmer für 40,- oder 50,- RM Miete pro Monat. Max Levy musste darüber hinaus Zwangsarbeit verrichten. Er wurde Arbeiter bei der Straßenreinigung Berlin für einen wöchentlichen Lohn in Höhe von ca. 25,-RM. Dort verhaftete man ihn vermutlich im Rahmen der so genannten "Fabrikaktion", die in der Woche zwischen dem 27. Februar und dem 6. März 1943 stattfand. Bereits am 1.Oktober 1942 hatte man eine Verfügung ausgestellt, die ihm mitteilte, dass sein ganzes Vermögen eingezogen worden war. Diesen Erlass stellte man ihm am 15. März 1943 in der Großen Hamburger Straße 26 zu.<br />
Am 17. März 1943 wurde er mit dem 4. großen Alterstransport nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde er am 29. September 1944 weiter nach Auschwitz überführt. Dort verliert sich seine Spur. Seinen Vater hatte er in Theresienstadt nicht mehr lebend gesehen. Jacob Levy war beit berieits am 14. September 1942 nach Theresienstadt gebracht worden und starb dort am 10. januar 1943. Er starb an laut Todesanzeige an "ENTERITIS - Darmkatarrh". <br />
Am 19. Juni 1943 nahm ein Gerichtsvollzieher eine Inventarbewertung des möblierten Zimmers vor, fand aber nur "Gerümpel", sodass "Abholung durch "Müllabfuhr erwünscht". Am 28 Juli 1943 wurde das "Gerümpel" von der Brockensammlung abgeholt. <br />
Man stellte fest, dass das Zimmer "nicht ungezieferfrei" war. Eine Beurteilung des Hauptwirtschaftsamts vom 11. August 1943 ergab, dass die "Schätzung vom 19. Juni 1943 erfolglos war. Somit keine Räumung "Max Levy war Miterbe einer Teilungsmasse, die der Erblasser Reiter in Allenstein hinterlassen hatte. Es entspann sich zwischen dem 29. November 1943 und dem 3. Januar 1945 ein jahrelanger Schriftwechsel. Am 5. Januar 1944 wurde das Geld an die Vermögensverwertungsstelle überwiesen.

Max Levy wurde am 16. August 1893 als Sohn des Kaufmanns Jacob Levy und dess Ehefrau i Allenstein/Ostpreußen geboren. Die Familie lebte dort am Markt 26. Irgendwann zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Levys dann nach Berlin gezogen. Max Levy lebte vermutlich zeitweise noch in Königsberg, vielleicht während seiner Ausbildung zum Kaufmann. In Berlin wohnter der Vater und sein unverheirateter Sohn seit 1935 in der Neuen Ansbacher Straße 20 (heute: Ansbacher Straße 76) und betätigten sich beide als Kaufleute. Welche Produkte sie vertrieben ist nicht bekannt. Wir wissen auch nicht, wann Max Levys Mutter gestorben ist und ob sie noch mit in der Neuen Ansbacher Straße 20 lebte. Schließlich wurde ihnen die Wohnung in der Neuen Ansbacher Straße gekündigt. Man wies sie in die Wohnung von Dora Goldstein in der Martin-Luther-Straße 87 ein. Dort bewohnten sie ein möbliertes Zimmer für 40,- oder 50,- RM Miete pro Monat. Max Levy musste darüber hinaus Zwangsarbeit verrichten. Er wurde Arbeiter bei der Straßenreinigung Berlin für einen wöchentlichen Lohn in Höhe von ca. 25,-RM. Dort verhaftete man ihn vermutlich im Rahmen der so genannten "Fabrikaktion", die in der Woche zwischen dem 27. Februar und dem 6. März 1943 stattfand. Bereits am 1.Oktober 1942 hatte man eine Verfügung ausgestellt, die ihm mitteilte, dass sein ganzes Vermögen eingezogen worden war. Diesen Erlass stellte man ihm am 15. März 1943 in der Großen Hamburger Straße 26 zu.
Am 17. März 1943 wurde er mit dem 4. großen Alterstransport nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde er am 29. September 1944 weiter nach Auschwitz überführt. Dort verliert sich seine Spur. Seinen Vater hatte er in Theresienstadt nicht mehr lebend gesehen. Jacob Levy war beit berieits am 14. September 1942 nach Theresienstadt gebracht worden und starb dort am 10. januar 1943. Er starb an laut Todesanzeige an "ENTERITIS - Darmkatarrh".
Am 19. Juni 1943 nahm ein Gerichtsvollzieher eine Inventarbewertung des möblierten Zimmers vor, fand aber nur "Gerümpel", sodass "Abholung durch "Müllabfuhr erwünscht". Am 28 Juli 1943 wurde das "Gerümpel" von der Brockensammlung abgeholt.
Man stellte fest, dass das Zimmer "nicht ungezieferfrei" war. Eine Beurteilung des Hauptwirtschaftsamts vom 11. August 1943 ergab, dass die "Schätzung vom 19. Juni 1943 erfolglos war. Somit keine Räumung "Max Levy war Miterbe einer Teilungsmasse, die der Erblasser Reiter in Allenstein hinterlassen hatte. Es entspann sich zwischen dem 29. November 1943 und dem 3. Januar 1945 ein jahrelanger Schriftwechsel. Am 5. Januar 1944 wurde das Geld an die Vermögensverwertungsstelle überwiesen.