Gerhard Tawrigowski genannt Friedländer

Verlegeort
Barbarossastr. 8
Bezirk/Ortsteil
Schöneberg
Verlegedatum
29. Juli 2005
Geboren
29. September 1934
Deportation
am 29. Januar 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Gerhard Tawrigowski

    Stolperstein für Gerhard Tawrigowski © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

Gerhard Tawrigowski kam am 29. September 1934 in Berlin zur Welt. Er lebte zusammen mit den Eltern Elsa (s. dort) und Herbert Tawrigowski (s. dort), der jüngeren Schwester Bella (s. dort) sowie dem Großvater Siegfried Lohde (s. dort) in der Barbarossastraße 53 in Berlin-Schöneberg. <br />
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Hier zu Hause unterrichtete sein Großvater ihn und andere jüdische Kinder, nachdem 1942 alle jüdischen Schulen geschlossen worden waren.<br />
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Von hier musste er mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester zwangsweise in zwei Untermietzimmer in einem sogenannten „Judenhaus“ in der Barbarossastraße 8 umziehen, nachdem sein Großvater im August 1942 deportiert worden war.<br />
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Als letzten Rettungsversuch für sich, die beiden Kinder und seine kranke Frau Elsa plante der Vater Herbert gemeinsam mit seinen Brüdern Paul und Benno die Flucht Anfang 1943 in die Schweiz. Gerhard wurden die Haare ganz kurz geschnitten, weil seine schwarzen Haare hätten auffallen können, wie die Eltern dachten. Aber die SS kannte den Fluchtweg über Lörrach – vermutlich hatte sie selbst diese Falle für flüchtende Juden gestellt. Sie nahm die Familie dort noch am Bahnhof fest. Zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester wurde Gerhard, vom Vater getrennt, nach Berlin zurückgebracht und ins Polizeipräsidium am Alexanderplatz überstellt. <br />
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Am 29. Januar 1943 wurde der knapp neunjährige Gerhard Tawrigowski zusammen mit seiner Mutter und der kleinen Schwester nach Auschwitz deportiert und dort vermutlich gleich ermordet.

Gerhard Tawrigowski kam am 29. September 1934 in Berlin zur Welt. Er lebte zusammen mit den Eltern Elsa (s. dort) und Herbert Tawrigowski (s. dort), der jüngeren Schwester Bella (s. dort) sowie dem Großvater Siegfried Lohde (s. dort) in der Barbarossastraße 53 in Berlin-Schöneberg.

Hier zu Hause unterrichtete sein Großvater ihn und andere jüdische Kinder, nachdem 1942 alle jüdischen Schulen geschlossen worden waren.

Von hier musste er mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester zwangsweise in zwei Untermietzimmer in einem sogenannten „Judenhaus“ in der Barbarossastraße 8 umziehen, nachdem sein Großvater im August 1942 deportiert worden war.

Als letzten Rettungsversuch für sich, die beiden Kinder und seine kranke Frau Elsa plante der Vater Herbert gemeinsam mit seinen Brüdern Paul und Benno die Flucht Anfang 1943 in die Schweiz. Gerhard wurden die Haare ganz kurz geschnitten, weil seine schwarzen Haare hätten auffallen können, wie die Eltern dachten. Aber die SS kannte den Fluchtweg über Lörrach – vermutlich hatte sie selbst diese Falle für flüchtende Juden gestellt. Sie nahm die Familie dort noch am Bahnhof fest. Zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester wurde Gerhard, vom Vater getrennt, nach Berlin zurückgebracht und ins Polizeipräsidium am Alexanderplatz überstellt.

Am 29. Januar 1943 wurde der knapp neunjährige Gerhard Tawrigowski zusammen mit seiner Mutter und der kleinen Schwester nach Auschwitz deportiert und dort vermutlich gleich ermordet.