Minna Silberstein geb. Pinkson

Verlegeort
Bayerische Straße 12
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
19. Mai 2015
Geboren
11. Januar 1863
Deportation
am 10. August 1942 nach Theresienstadt
Ermordet
08. Dezember 1942 in Theresienstadt
  • Stolperstein für Minna Silberstein Foto: OTFW.
    Stolperstein für Minna Silberstein Foto: OTFW.

    Stolperstein für Minna Silberstein Foto: OTFW.

Adolf Silberstein wurde am 3. März 1859 in Berlin geboren. Seine Frau Minna Silberstein, geb. Pinkson wurde am 11. Januar 1863 in Briesen (Wabrzezno) geboren. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Bruno Silberstein, geboren am 18. November 1890 und Lisbeth Silberstein, geboren am 22. Oktober 1892, später verheiratete Zwirn. Von 1918 bis zum 1. April 1934 wohnte das Ehepaar Silberstein in der Ludwigkirchstraße 3 in Berlin-Wilmersdorf, danach in der Bayerischen Straße 12. <br />
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Minna Silberstein hatte ein Modegeschäft in der Uhlandstraße 38, sie musste es 1934 zwangsweise aufgeben. Adolf Silberstein war Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma Jaques Albachary GmbH in der Kleinen Potsdamer Straße 121. Der andere Gesellschafter war ein Österreicher, Willy Loewitt. Die Firma betrieb eine Annoncenexpedition und Säulenreklame. Außerdem gaben sie eine Zeitschrift „Orient Export“ heraus. Die Unternehmen waren außerordentlich erfolgreich. Im Jahr 1934 wurde Adolf Silberstein, der im Adressbuch als „Kfm.“ (Kaufmann) eingetragen war, aus den Unternehmen gedrängt. Sie wurden von Willy Loewitt allein fortgeführt.<br />
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Die Tochter Lisbeth Zwirn, wanderte mit ihrem Ehemann in den 1930er<br />
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Jahren erst nach Israel, dann später in die USA aus. Der Sohn Bruno Silberstein, ist in den 1930er Jahren nach Südafrika geflüchtet. Die Eltern Silberstein wollten ihrem Sohn folgen und versuchten, leider vergeblich, die Auswanderung dorthin.<br />
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Das Ehepaar Silberstein ist mit dem von den nationalsozialistischen Behörden so bezeichneten „40. Alterstransport“ am 10. August 1942 nach<br />
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Theresienstadt deportiert worden, zur Deportation hatten sie sich im Sammellager in der Großen Hamburger Straße einfinden müssen.<br />
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Die Todesfallanzeige für Adolf Silberstein aus dem Ghetto Theresienstadt trägt das Datum 21.8.1942 und nennt als Todesursache „Altersschwäche/Herzschwäche“. Siehe <a href=http://109.123.214.108/de/document… />
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Die Todesfallanzeige für Minna Silberstein aus dem Ghetto Theresienstadt trägt das Datum 8.12.1942 und nennt als Todesursache „Darmkatarrh“, eine Umschreibung für die im Ghetto herrschenden entsetzlichen Zustände. Siehe <a href=http://109.123.214.108/de/document…;

Adolf Silberstein wurde am 3. März 1859 in Berlin geboren. Seine Frau Minna Silberstein, geb. Pinkson wurde am 11. Januar 1863 in Briesen (Wabrzezno) geboren. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Bruno Silberstein, geboren am 18. November 1890 und Lisbeth Silberstein, geboren am 22. Oktober 1892, später verheiratete Zwirn. Von 1918 bis zum 1. April 1934 wohnte das Ehepaar Silberstein in der Ludwigkirchstraße 3 in Berlin-Wilmersdorf, danach in der Bayerischen Straße 12.

Minna Silberstein hatte ein Modegeschäft in der Uhlandstraße 38, sie musste es 1934 zwangsweise aufgeben. Adolf Silberstein war Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma Jaques Albachary GmbH in der Kleinen Potsdamer Straße 121. Der andere Gesellschafter war ein Österreicher, Willy Loewitt. Die Firma betrieb eine Annoncenexpedition und Säulenreklame. Außerdem gaben sie eine Zeitschrift „Orient Export“ heraus. Die Unternehmen waren außerordentlich erfolgreich. Im Jahr 1934 wurde Adolf Silberstein, der im Adressbuch als „Kfm.“ (Kaufmann) eingetragen war, aus den Unternehmen gedrängt. Sie wurden von Willy Loewitt allein fortgeführt.

Die Tochter Lisbeth Zwirn, wanderte mit ihrem Ehemann in den 1930er

Jahren erst nach Israel, dann später in die USA aus. Der Sohn Bruno Silberstein, ist in den 1930er Jahren nach Südafrika geflüchtet. Die Eltern Silberstein wollten ihrem Sohn folgen und versuchten, leider vergeblich, die Auswanderung dorthin.

Das Ehepaar Silberstein ist mit dem von den nationalsozialistischen Behörden so bezeichneten „40. Alterstransport“ am 10. August 1942 nach

Theresienstadt deportiert worden, zur Deportation hatten sie sich im Sammellager in der Großen Hamburger Straße einfinden müssen.

Die Todesfallanzeige für Adolf Silberstein aus dem Ghetto Theresienstadt trägt das Datum 21.8.1942 und nennt als Todesursache „Altersschwäche/Herzschwäche“. Siehe http://109.123.214.108/de/document/...

Die Todesfallanzeige für Minna Silberstein aus dem Ghetto Theresienstadt trägt das Datum 8.12.1942 und nennt als Todesursache „Darmkatarrh“, eine Umschreibung für die im Ghetto herrschenden entsetzlichen Zustände. Siehe http://109.123.214.108/de/document/...