Julius Wordelmann

Verlegeort
Berliner Straße 71
Bezirk/Ortsteil
Zehlendorf
Verlegedatum
2008
Geboren
16. September 1885
Hingerichtet
26. Februar 1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden
  • Fotografie von Julius Wordelmann
    Fotografie von Julius Wordelmann; Fotorechte: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

    Fotografie von Julius Wordelmann; Fotorechte: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

  • Stolperstein für Julius Wordelmann
    Stolperstein für Julius Wordelmann (Foto: Initiative Steglitz-Zehlendorf)

    Stolperstein für Julius Wordelmann (Foto: Initiative Steglitz-Zehlendorf)

Julius Wordelmann wurde in Ruthenberg in Westpreussen geboren. Er arbeitete vornehmlich im Gastwirtschaftsgewerbe, seit 1940 als Portier im Hotel „Münchner Hof“ am Anhalter Bahnhof in Berlin–Kreuzberg. Er trat 1920 in die KPD ein und war als Kantinenwirt bei der Zeitung „Rote Fahne“ tätig. Seit 1933 lebte er in der Illegalität. Er wurde 1934 verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Haftentlassung ging er in die Tschechoslowakei und wurde dort 1939 von der Gestapo verhaftet, jedoch nach zehn Monaten „Schutzhaft“ entlassen. 1943 wird er von Anton Saefkow für die Arbeit im Widerstand gewonnen. Er arbeitete am Aufbau der illegalen Fachgruppe Gastwirtsgewerbe mit und übergab regelmäßig Lebensmittelmarken und Geldbeträge. Er beteiligte sich an der Verteilung von Flugschriften darunter „Wo bleibt der gesunde Menschenverstand“ sowie „Arbeiter und Arbeiterinnen der Berliner Betriebe!“. Julius Wordelmann wurde am 12.08.1944 festgenommen, am 18.01.1945 vom Volksgerichtshof verurteilt und am 26.02.1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

Julius Wordelmann wurde in Ruthenberg in Westpreussen geboren. Er arbeitete vornehmlich im Gastwirtschaftsgewerbe, seit 1940 als Portier im Hotel „Münchner Hof“ am Anhalter Bahnhof in Berlin–Kreuzberg. Er trat 1920 in die KPD ein und war als Kantinenwirt bei der Zeitung „Rote Fahne“ tätig. Seit 1933 lebte er in der Illegalität. Er wurde 1934 verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Haftentlassung ging er in die Tschechoslowakei und wurde dort 1939 von der Gestapo verhaftet, jedoch nach zehn Monaten „Schutzhaft“ entlassen. 1943 wird er von Anton Saefkow für die Arbeit im Widerstand gewonnen. Er arbeitete am Aufbau der illegalen Fachgruppe Gastwirtsgewerbe mit und übergab regelmäßig Lebensmittelmarken und Geldbeträge. Er beteiligte sich an der Verteilung von Flugschriften darunter „Wo bleibt der gesunde Menschenverstand“ sowie „Arbeiter und Arbeiterinnen der Berliner Betriebe!“. Julius Wordelmann wurde am 12.08.1944 festgenommen, am 18.01.1945 vom Volksgerichtshof verurteilt und am 26.02.1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.