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Clara Piorkowski

Stolperstein für Clara Piorkowski. Copyright: MTS
VERLEGEORT
Goßlerstr. 9

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Friedenau
VERLEGEDATUM
28.06.2010

GEBOREN
14.05.1865 in Beuthen O.S (Schlesien) / Bytom
DEPORTATION
am 01.09.1942 nach Theresienstadt
TOT
18.09.1942 im Ghetto Theresienstadt

Clara Piorkowski kam am 14. Mai 1865 als erstes Kind des Kaufmanns Salomon Piorkowski und seiner Frau Rosalie Piorkowski, geb. Cohn, im oberschlesischen Beuthen (heute: Bytom/Polen) zur Welt. Sie hatte eine jüngere Schwester, Ida Piorkowski (*20.8.1868 in Beuthen – 5.1.1936 in Berlin) und einen jüngeren Bruder, Ludwig Piorkowski (*17.4.1872 in Beuthen – 21.7.1939 in Berlin). Wann genau die unverheiratete Clara nach Berlin kam, lässt sich nicht feststellen, ab 1898 ist sie jedenfalls im Berliner Adressbuch eingetragen. Danach lebte sie gemeinsam mit ihrer ledigen Schwester Ida Piorkowski unter wechselnden Adressen, immer als „Geschwister“ oder „Fräuleins“ aufgeführt; so ab 1900 in der Charlottenburger Konfitürenhandlung in der Grolmannstraße 42, ab 1902 in der Uhlandstraße 42 und zwischenzeitlich in der Ohmstraße 9 in Mitte.

In der Ohmstraße 9 lebten die Schwestern bei Dr. med. Max Piorkowski, vermutlich einem nahen Verwandten, der ein bakteriologisches Institut betrieb. Er zog nach Wilmersdorf in die Düsseldorfer Straße 72 und die beiden Schwestern im Februar 1923 mit ihm. Clara war dort seit 1924 mit dem Zusatz „Gartenhaus, Zwg“ – Zweitwohnung gemeldet. Ihre Schwester Ida verstarb am 5. Januar 1936 in der Düsseldorfer Straße 72 im Alter von 69 Jahren an Magenkrebs. Sie wurde auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee begraben, bald drauf zog Clara Piorkowski um. Ab dem 1. April 1936 war sie im Haus Goßlerstraße 9, Parterre rechts, gemeldet.

Clara Piorkowski wurde am 1. September 1942 nach Theresienstadt verschleppt. Dort verstarb sie nur wenig später, laut Todesfallanzeige am 18. September 1942 um 9.00 Uhr an einem „akuten Darmkatarrh“.


Biografische Zusammenstellung

Dr. Ruth Federspiel auf der Grundlage wesentlicher Vorarbeiten von Hannelore Emmerich