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Bella (Anspach) Schweitzer (geb. Mai oder May)

Stolperstein für Bella Schweitzer. Copyright: MTS
VERLEGEORT
Innsbrucker Str. 32

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
VERLEGEDATUM
06.03.2009

GEBOREN
15.06.1884 in Breslau (Schlesien) / Wrocław
BERUF
Unternehmerin
DEPORTATION
am 04.11.1942 nach Theresienstadt
TOT
01.02.1944 in Theresienstadt

Bella Schweitzer, geborene Mai, auch May, wurde am 15. Juni 1884 in Breslau geboren.
Am 16. August 1907 heiratete sie in Breslau den Kaufmann Hermann Schweitzer (*13. Dezember 1866). Das Paar lebte in Berlin und Hermann Schweitzer war Inhaber einer Kronleuchterfabrikation in Kreuzberg. Die "Drochmann & Schweitzer Beleuchtungskörperfabrik" betrieb er mit seinem Partner Paul Drochmann zunächst in der Mariannenstr. 31-32 und ab 1915 in der Rittertstraße 46-47.
Bella und Hermann bekamen am 23. Mai 1909 ihren Sohn Hans Rudolf und im gleichen Jahr wurde Hermann auch alleiniger Inhaber der Firma. Zu diesem Zeitpunkt wohnte die Familie in der Baerwaldstraße 3 in Berlin Kreuzberg. Am 18. Dezember 1911 verstarb ihr zweiter Sohn Kurt Egon noch wenige Monate alt.

Am 27. Mai 1919 verstarb Heinrich im Alter von 53 Jahren und er wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee bestattet. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm Bella die Leitung des Unternehmens und führte es zusammen mit einem weiteren Inhaber erfolgreich bis zum Machtantritt der Nationalsozialisten erfolgreich weiter. Sie lebte ab 1923 mit ihrem Sohn in der Innsbrucker Straße. Im Jahr 1934 wurde ihr Unternehmen "arisiert" und von dem Konkurrenzgeschäftsinhaber R. E. Otto übernommen, der sein Geschäft in der Naunynstraße 38 betrieb.

Hans Rudolf Schweitzer heiratete am 12. Juli 1934 Edith Marianne Bluhm.

Am 2. Februar 1939 wurde Bella gezwungen ihre Wohnung zu räumen und musste in der Barbarossastraße 36 bei Frau Else Helfer zur Untermiete wohnen. Drei Jahre später am 4. November 1942 wurde sie mit dem 71. Alterstransport nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 1. Februar 1944 ermodert wurde.


Der Stein

Biografische Zusammenstellung

Museen TS auf Basis der Unterlagen der Angehörigen und der Quellen

Weitere Quellen

Die Schriften ihrer Enkelin Yvonne Robotham im Archiv der Museen TS
Ancestry