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Betty Lippmann (geb. Schilibowski)

Stolperstein für Betty Lippmann. Copyright: MTS
VERLEGEORT
Pallasstr. 5-6

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
VERLEGEDATUM
März 2008

GEBOREN
31.01.1912 in Köln
DEPORTATION
am 06.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Betty Lippmann, geb. Schilibowski, wurde am 31. Januar 1912 in Köln geboren. Wir wissen nicht, seit wann sie in Berlin lebte, nur dass sie hier in den 1930er Jahren den ebenfalls jüdischen Hans Lippmann heiratete. Das Paar bekam ein gemeinsames Kind, den 1938 geborenen Sohn Peter. Die Ehe wurde bald nach der Geburt des Sohnes Peter im Jahr 1938 wieder geschieden. Betty Lippmann lebte fortan mit dem Kind im Haus Willmanndamm 7 in Schöneberg bei Max Weinberg in einem Zimmer für 35,-- RM zur Untermiete. Welcher Beschäftigung sie nachging und wie sie sich und den Sohn in dieser schwierigen Zeit durchbrachte, ist bisher ungeklärt. Am 6. März 1943 wurden Betty und ihr noch nicht ganz fünf Jahre alter Sohn Peter Lippmann von der Putlitzstraße aus mit dem „35. Osttransport“ nach Auschwitz verschleppt. Ihr geschiedener Mann, der schon lange dem kommunistischen Widerstand angehörte, konnte zunächst untertauchen. Eineinhalb Jahre nach der Ermordung von Betty Lippmann und seinem Sohn Peter wurde Hans Lippmann entdeckt und festgenommen. Er wurde im KZ Sachsenhausen gefangen gehalten und dort am 24. November 1944 erschossen. Betty und Peter Lippmann sind im März 1943 gleich nach ihrer Ankunft in Auschwitz in einer der Gaskammern ermordet worden.


Biografische Zusammenstellung

Dr. Ruth Federspiel auf der Grundlage wesentlicher Vorarbeiten von Hannelore Emmerich