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Ruth Braun

Ruth Braun. Copyright: Ursula und Gerhard Braun
Stolperstein für Ruth Braun. Copyright: MTS
VERLEGEORT
Beethovenstr. 29

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Lichtenrade
VERLEGEDATUM
21.03.2007

GEBOREN
16.02.1940 in Berlin
DEPORTATION
am 28.03.1942 nach Piaski-Trawniki
ERMORDET
in Piaski

Ruth Braun wurde am 16. Februar 1940 als Tochter von Hildegard und Werner Braun in Berlin geboren und wie ihre Mutter katholisch getauft. Sie wohnte mit ihren Eltern im Gartenhaus auf dem Grundstück der Großeltern Braun in der Beethovenstraße 29 in Lichtenrade. Im Alter von zwei Jahren wurde Ruth zusammen mit ihrer Mutter in das Sammellager Levetzowstraße in Moabit gebracht. Ruths Tante Ursula berichtete später, dass sie und ihr Vater zur Gestapo gingen, weil wir wenigstens das Kind retten wollten, aber es war nichts zu machen. Es war fürchterlich. Meine Schwester war katholisch, das Kind war katholisch ...

Am 28. März 1942 wurde Ruth Braun zusammen mit ihren Eltern über Trawniki in das Ghetto Piaski deportiert, ihr Vater wurde dort von ihrer Mutter und ihr getrennt. Die kleine Ruth hat noch einige Zeit zusammen mit ihrer Mutter im Ghetto gelebt, musste noch an einem Nabelbruch operiert werden, wie ihre Mutter aus Piaski an die Familie nach Berlin berichtete. Den Eingriff nahm ein ebenfalls in das Ghetto verschleppter jüdischer Arzt vor. Es gibt kein Todesdatum von Ruth Braun, sie gilt wie ihre Mutter als verschollen.


Biografische Zusammenstellung

Dr. Ruth Federspiel auf der Grundlage wesentlicher Vorarbeiten von Hannelore Emmerich