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Dr. Robert Remak

Stolperstein für Robert Remak. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Manteuffelstr. 22a

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Lichterfelde
VERLEGEDATUM
07.09.2008

GEBOREN
14.02.1888 in Berlin
BERUF
Mathematiker / Privatdozent
DEPORTATION
im Jahre 1942 von Westerbork nach Auschwitz
FüR TOT ERKLäRT
13.11.1942 in Auschwitz

Robert Erich Remak wurde am 14. Februar 1888 in Berlin geboren. Er war der Sohn des bekannten Neurologen Ernst Julius Remak und dessen Frau Marta, geb. Hahn. Er hatte drei Geschwister, Feodora Litthauer, Fanny Remak und Georg Remak. Sein Großvater, der ebenfalls Robert Remak hieß, war der erste Jude, der sich in Preußen habilitierte, ohne seinen jüdischen Glauben abzulegen.
Robert Erich Remak war Mathematiker und ist bekannt für die Remaksche Zerlegung einer Gruppe. Er arbeitete außerdem in der Potentialtheorie und der Geometrie der Zahlen.

Robert Remak studierte an der Berliner Universität bei Ferdinand Georg Frobenius und promovierte dort 1911 mit der Dissertation „Über die Zerlegung der endlichen Gruppen in indirekte unzerlegbare Faktoren“. Nach seiner Habilitation arbeitete er zwischen 1929 und 1933 als Privatdozent an der Berliner Universität.
Nach der Machtergreifung durch Hitler verlor Remak wegen seiner jüdischen Herkunft seine Stellung, wurde 1938 festgenommen und war mehrere Wochen im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Nach der Entlassung emigrierte er in die Niederlande. Im Januar 1941 erfolgte die Ausbürgerung und die Einziehung des Vermögens.
1942 leitete die „arische“ Ehefrau Herta, geb. Beier, die Scheidung ein, vertreten durch den Konsulenten Dr. Richard Marcuse. Nach der erfolgten Scheidung wurde Remak verhaftet, nach Westerbork verbracht und von dort nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Aus seiner Vermögensakte geht hervor, dass er ein Boot hatte, einen Einskuller namens „Logarithmus“.


Biografische Zusammenstellung

DFG Research Center Matheon - Internationale Mathematiker Vereinigung - Fr. Grötschel, Hr. Prof. Grötschel, Hr. Deuflhard, Hr. Prof. Mielke und Hr. Prof. Ziegler

ergänzt durch die Initiative Steglitz