Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Harry Gabriel-Redlich (geb. Gabriel)

Stolperstein für Harry Gabriel-Redlich. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Falkentaler Steig 16

BEZIRK/ORTSTEIL
Reinickendorf – Hermsdorf
VERLEGEDATUM
27.03.2010

GEBOREN
06.12.1927 in Berlin
DEPORTATION
am 26.09.1942 von Falkentaler Steig 16 nach Raasiku (b. Reval)
ERMORDET
in Raasiku (b. Reval)

Lebensweg von Harry Gabriel-Redlich

Harry Gabriel-Redlich wurde am 06. Dezember 1927 in

Berlin als Harry Gabriel geboren. Über seine leiblichen Eltern konnten keine Angaben gefunden werden. In einer von ihm unterzeichneten Vermögenserklärung gibt er als Glaubensbezeichnung „Mischling“ an,was darauf schließen lässt, dass nur ein Elternteil jüdischen Glaubens war. Dort schrieb Harry seinen Namen auch mit dem bei Menschen jüdischen Glaubens geforderten Zusatz „Israel“

Die ersten Lebensjahre hat Harry in einem Kinderheim in der damaligen Rosenthaler Straße 26 in Berlin-Wittenau verbracht. Heute befindet sich dort die „Schule am Park“ mit der Anschrift Eichborndamm 286-288.

Diese Adresse hat Harry auch als Wohnanschrift in der

Vermögenserklärung angegeben. Weiter gibt er dort an, bei der Firma Gubelar & Krause in Berlin-Lichtenberg,Frankfurter Allee 135 beschäftigt zu sein. In dieser Wäscherei und Chemischen Reinigung verdiente er 12,- Reichsmark in der Woche.

Als weitere zwischenzeitliche Wohnadresse fand sich die

Motzstraße 32 in Berlin-Schöneberg.

Der Hausmeister der Synagoge im heutigen Falkentaler Steig 16, Willy Redlich, wurde der Pflegevater von Harry. Harry nahm dessen Namen als Zusatz zu seinem an und nannte sich Harry Gabriel-Redlich. Der Falkentaler Steig 16 ist auch die letzte bekannte Wohnadresse von Harry Gabriel-Redlich, er wohnte dort bei seinem Pflegevater.

Aus dem Berliner Polizeigefängnis wurde er mit dem 20.

Osttransport vermutlich am 26. September 1942 nach Raasiku bei Reval deportiert.

Harry Gabriel-Redlich gilt als verschollen.


Biografische Zusammenstellung

AG Stolpersteine Reinickendorf