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Irma Freundlich (geb. Asch)

Stolpersteine für Louis und Gertrud Hirsch und Max, Wilhelm, Walter und Irma Freundlich © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin
VERLEGEORT
Altonaer Str. 26

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Hansaviertel
VERLEGEDATUM
Juli 2010

GEBOREN
02.07.1906 in Oschatz
DEPORTATION
am 03.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET

Irma Asch wurde am 2. Juli 1906 im sächsischen Oschatz geboren. Sie war das älteste Kind von Marta Asch (geb. Caminer) und dem Schneider Simon Asch. Ihr Bruder Werner wurde am 1. September 1907 ebenfalls in Oschatz geboren. Die deutlich jüngere Schwester Ellinor kam im Februar 1927 in Ratzebuhr in Pommern (heute: Okonek in Polen) zur Welt, als Irma und Werner bereits Anfang 20 waren.

In den 1930er-Jahren lebte Irma Asch mit ihren Eltern und Geschwistern sowie ihrer Tante Recha Caminer in der Thomasiusstraße 3 im damaligen Berliner Bezirk Tiergarten. Sie arbeitete als Sekretärin in einem Konsulat, den Erinnerungen einer Verwandten zufolge war es das afghanische.

Ende der 1930er-Jahre heiratete sie den Kaufmann Walter Freundlich, der kurz zuvor aus seiner westpreußischen Heimatstadt Schlochau nach Berlin gekommen war. Kurze Zeit wohnte das Paar mit Walter Freundlichs Vater und Bruder in der Altonaer Straße 12 (heute auf Höhe der Hausnummer 26). Dann zogen Irma und Walter Freundlich in die Kirchstraße 25.

Irma Freundlichs Bruder Werner wurde mit seiner Frau Lotte im November 1941 ins Ghetto Minsk deportiert. Im September 1942 wurde ihre restliche Familie nach Raasiku bei Reval verschleppt. Auch ihr Schwiegervater Max und ihr Schwager Willy wurden deportiert. Sie alle wurden ermordet.

Ihren letzten Wohnsitz hatten Irma und Walter Freundlich vermutlich in der Lessingstraße 13. Am 3. März 1943 wurden sie nach Auschwitz deportiert. Walter Freundlich wurde dort am 28. April 1943 ermordet. Irma Freundlichs Todesdatum ist nicht bekannt.


Biografische Zusammenstellung

Julia Chaker

Weitere Quellen

https://www.geni.com;
Mitte Museum. Regionalgeschichtliches Museum für Mitte, Tiergarten, Wedding in Berlin;
Tracing the Past e. V.: mappingthelives.org.