Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Manfred Lichtenstein

Manfred Lichtenstein © OTFW
VERLEGEORT
Lohengrinstr. 2

BEZIRK/ORTSTEIL
Marzahn-Hellersdorf – Mahlsdorf
VERLEGEDATUM
22.05.2008

GEBOREN
22.01.1936 in Berlin
DEPORTATION
am 09.12.1942 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Manfred Lichtenstein kam am 22. Januar 1936 in Berlin als ältester Sohn der damals 27-jährigen Rosa Lichtenstein (geborene Kantrowicz) zur Welt. Im Jahr zuvor hatte sie Manfreds Vater, Willy Walter Lichtenstein, geheiratet. Die Ehe der Eltern wurde geschieden und er lebte mit seiner Mutter bei Verwandten in der Linienstraße 1 in Berlin-Mitte. Von den acht Personen, die zusammen mit Manfred Lichtenstein im Haushalt von Adolf und Hertha Kantrowicz lebten, hat niemand die Shoah überlebt.

Im April 1941 heiratete Manfreds Mutter zum zweiten Mal. Der 45-jährige Kaufmann Heinrich Lange, der aufgrund einer Erblindung Unterstützungsempfänger war, wurde sein Stiefvater. Zusammen lebten sie in einer kleinen Wohnlaube in der Lohengrinstraße 2 in Berlin-Mahlsdorf. Im August 1941 und im Oktober 1942 wurden Manfreds Halbbrüder Salo und Denny geboren.

Am 9. Dezember 1942 wurde Manfred Lichtenstein mit seiner Mutter, seinem Stiefvater und seinen kleinen Brüdern mit dem 24. Osttransport nach Auschwitz deportiert und ermordet. Manfred Lichtenstein wurde sechs Jahre alt.


Biografische Zusammenstellung

Recherchen: Anika Taschke/Initiative von Schülerinnen und Schülern des Leonard-Bernstein-Gymnasiums, Konstanze Gergs, Julia Chaker
Biografische Zusammenstellung: Julia Chaker

Weitere Quellen

Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf; Thea Koberstein/Norbert Stein: Juden in Lichtenberg mit den früheren Ortsteilen in Friedrichshain, Hellersdorf und Marzahn, hg. vom Kulturbund e.V., Berlin 1995; Deportationsliste 24. Osttransport, www.statistik-des-holocaust.de