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Ruth Hoenich

Stolperstein für Ruth Hoenich © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin
VERLEGEORT
Rigaer Str. 30

BEZIRK/ORTSTEIL
Friedrichshain-Kreuzberg – Friedrichshain

GEBOREN
27.10.1926 in Berlin
DEPORTATION
am 14.12.1942 nach Auschwitz
ERMORDET
05.01.1943 in Auschwitz

Georg Hoenich wurde am 30. Juli 1898 im schlesischen Glatz (heute Kłodzko/Polen) geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in der Stadt Glatz. Hier lernte er vermutlich auch seine spätere Frau kennen.

Nach der Gebietsabtretung Schlesiens durch den Friedensvertrag von Versailles verließen Georg Hoenich und seine Frau die vertraute Umgebung und begaben sich nach Berlin. In der Rigaer Straße 30 richteten sie sich in einer einfachen 2-Zimmer-Wohnung ein und verbrachten die folgende Zeit im Berlin der 1920er und 1930er Jahre. Am 27. Oktober 1926 erblickte ihre Tochter Ruth das Licht der Welt.

Für die Wohnung bezahlte die kleine Familie eine monatliche Miete von 35,85 Reichsmark. Es ist anzunehmen, dass Georg Hoenich den gesamten Unterhalt der Familie verdiente. In den letzten Jahren vor der Deportation musste er jedoch, wie viele seiner jüdischen Mitbürger, Zwangsarbeit verrichten. Er arbeitete bei der Berliner Müllabfuhr wo er einen Lohn von 28 Reichspfennigen die Stunde erhielt.

Georg Hoenich und seine Tochter Ruth wurden am 14. Dezember 1942 mit dem „25. Osttransport“ von Berlin nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ruth war gerade 16 Jahre alt. Georgs Ehefrau war bereits zuvor verstorben. Zeit und Ursache ihres Todes sind nicht bekannt.


Biografische Zusammenstellung

Schulprojekt des Heinrich-Hertz-Gymnasiums