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Jakob Herschfeld

Stolperstein Jakob Herschfeld © OTFW
VERLEGEORT
Am Heizkraftwerk Mitte

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Mitte
VERLEGEDATUM
Juni 2004

GEBOREN
03.05.1897 in Bendzin (Schlesien) / Będzin
BERUF
Schlosser
DEPORTATION
am 03.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Jakob Herschfeld kam am 3. Mai 1897 im schlesischen Bendzin (heute Będzin/Polen) zur Welt. Seine Frau Alice und die gemeinsame Tochter Gerda (geb. 1925) wurden in Berlin geboren. Seit 1936 bewohnte die Familie eine 2-Zimmer-Wohnung im zweiten Hinterhof der Michaelkirchstraße 24 in Berlin-Mitte. Jakob Herschfeld war von Beruf Schlosser und musste als solcher zuletzt in der Hedwigshütte in Berlin-Treptow Zwangsarbeit leisten. Seine Tochter Gerda leistete ebenfalls Zwangsarbeit, bei der Firma Vogel in der Boxhagener Str. 76/78 in Friedrichshain. Gerda war kurz vor ihrer Deportation im März 1943 im Sammellager Levetzowstraße interniert. Es ist anzunehmen, dass dies auch für die Eltern galt. Jacob und Alice wurden im Rahmen der „Fabrik-Aktion“ mit dem „33. Osttransport“ vom 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Gerda war bereits einen Tag zuvor mit dem „32. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert worden. Sie war zu diesem Zeitpunkt erst 17 Jahre alt. Am 5. März 1943 wurde die Wohnung der Herschfelds versiegelt. Die Terraingesellschaft Groß-Berlin mit Sitz Unter den Linden forderte für den Mietausfall, der durch die Deportation der Familie Herschfeld entstanden war, Schadensersatz beim Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg für die Monate März bis November 1943.


Biografische Zusammenstellung

Bürgerverein Luisenstadt e. V.