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Grete Leyser (geb. Cahn)

Passfoto von Grete Leyser als Zwangsarbeiterin bei Ehrich & Graetz AG, Berlin zwischen 1940 und 27.02.1943, © Jüdisches Museum Berlin
Stolperstein für Grete Leyser. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Fürbringerstraße 18

BEZIRK/ORTSTEIL
Friedrichshain-Kreuzberg – Kreuzberg
VERLEGEDATUM
20.05.2008

GEBOREN
21.05.1911 in Köln
BERUF
Lehrerin
DEPORTATION
am 01.11.1941 von Grunewald nach Łódź / Litzmannstadt
WEITERE DEPORTATION
am 08.05.1942 nach Chełmno / Kulmhof
ERMORDET
08.05.1942 in Chełmno / Kulmhof

Grete Leyser, geb. Cahn, war Lehrerin und hatte mit ihrem Mann, dem aus Berlin stammenden Maler Leopold Leyser, eine Tochter namens Karin, die am 17. März 1935 wie auch ihre Mutter in Köln zur Welt gekommen war. Da Leopold Leyser 1939 unter der Adresse von Familienangehörigen in Berlin-Pankow, in der Westerlandstraße 16, gemeldet war, ist davon auszugehen, dass er Ende der Dreißigerjahre dort zusammen mit seiner Familie lebte. Später zogen die Leysers in die Fürbringerstraße 18 in Kreuzberg. Leopold Leyser wurde zu Gleisbauarbeiten gezwungen; Grete Leyser musste in einer Kartonfabrik in Neukölln wie auch bei Ehrich & Graetz in Treptow arbeiten. Am 1. November 1941 wurde die Familie mit dem vierten Transport von Berlin nach Litzmannstadt in das dortige Getto deportiert, wo sie eine Unterkunft im Bleicherweg 17/15 zugewiesen bekamen. Vermutlich fanden Grete und Leopold Leyser keine Anstellung im Getto. Zumindest fehlten ihnen Beziehungen, die notwendig gewesen wären, um die Deportation der ganzen Familie bei der »Aussiedlung« der Westjuden zu verhindern. Am 8. Mai 1942 wurden Grete und Leopold Leyser mit ihrer Tochter Karin nach Kulmhof deportiert.


Biografische Zusammenstellung

Katja Zinn-Breitkreuz, in: Berliner Juden im Getto Litzmannstadt 1941-1945. Ein Gedenkbuch, Berlin 2009, S. 129.