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Stanislaus Szczygielski

Stolperstein für Stanislaus Szczygielski. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Cuvrystraße 13-15

BEZIRK/ORTSTEIL
Friedrichshain-Kreuzberg – Kreuzberg
VERLEGEDATUM
19.11.2008

GEBOREN
26.09.1902 in Johannisdorf (Westpreußen) / Janowo
BERUF
Kraftfahrer, Metallbauer
VERHAFTET
am 04.08.1944 in Berlin
INHAFTIERT
ab August 1944 bis Januar 1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden
HINGERICHTET
08.01.1945 in Brandenburg-Görden

Mein liebes Frauchen, mir ist es nicht vergönnt, Dir ein treuer Gatte und meinem Töchterlein ein lieber Vater zu sein. Denn nach Ansicht der Justiz bin ich ein Verfehmter und aus der Volksgemeinschaft Ausgestoßener. Deshalb muss ich die Tat, die ich begangen habe, mit dem Tode büßen…Weint nicht, seid tapfer und behaltet mich lieb.

Stanislaus Szczygielski in seinem letzten Brief an seine Familie.

Stanislaus Szczygielski gehörte zum Arbeiterwiderstand und wirkte 1943/44 in der Saefkow-Jacob-Bästlein-Gruppe mit. Stanislaus wurde am 26. September 1902 in Johannisdorf, Kreis Marienwerder geboren (heute Polen). Er erlernte den Beruf eines Kraftfahrers und Metallbauers. Bei der Firma Possehl in Berlin-Lichtenberg arbeitete er als Metallsortierer. 1928 wurde er Mitglied der KPD in Berlin. In Berlin fand er auch seine Frau, mit der er eine Tochter bekam.

Stanislaus Szczygielski gehörte zu der Widerstandsgruppe in den Askania-Werken AG in Berlin-Mariendorf und wurde im Frühjahr 1944 für die illegale Arbeit gewonnen. Er spendete Geld für die Organisation, verbreitete antifaschistische Flugschriften und warb neue Mitstreiter für die Widerstandsarbeit an. Stanislaus wurde am 4. August 1944 verhaftet und am 30. November 1944 vom nationalsozialistischen Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Am 8. Januar 1945 wurde er im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.


Biografische Zusammenstellung

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten