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Alice Abrahamsohn (geb. Meyer)

Foto:Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf
VERLEGEORT
Bleibtreustr. 33

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
24.09.2010

GEBOREN
05.10.1885 in Berlin
DEPORTATION
am 26.10.1942 nach Riga
ERMORDET
29.10.1942 in Riga, Ghetto

Alice Martha Abrahamsohn geb. Meyer wurde am 5. Oktober 1885 in Berlin geboren. Sie war die jüngere Tochter von Isidor Meyer aus Kaukehmen (Ostpreußen) und Margarethe Meyer aus Berlin. 1878 heirateten sie, 1881 kam Marie zur Welt. Als die Mädchen neun und fünf Jahre alt waren, starb ihr Vater Isidor. Margarethe heiratete Dr. Paul Hirschfeld, und die Mädchen trugen den Doppelnamen Meyer-Hirschfeld.

1907 heiratete Alice den Juristen Harry Abrahamsohn, über den es in den Memoiren von Margarete Rund geb. Borchardt (siehe Center for Jewish History) eine ausführliche Beschreibung gibt. Harry war der Schwager von Margarete Runds Onkel. Das Paar hatte mindestens eine Tochter, geboren 1911. 1939 wohnte sie in der Bleibtreustraße 33 mit ihren Eltern Margarethe und Paul. Sie war im Adressbuch als Untermieterin bei Paul Hirschfeld eingetragen, der bis 1939 als Nationalökonom darin stand und zweifellos ihr Stiefvater war.

Über die Nachkommen von Alices Schwester Marie, die Paul Lande heiratete, gibt es Informationen bei:
https://www.ushmm.org/online/film/d...

Alice Abrahamsohn wurde zunächst in das Sammellager in die Synagoge Levetzowstraße 7-8 verschleppt und am 26. Oktober 1942 vom Güterbahnhof Moabit nach Riga deportiert. In dem Zug befanden sich 798 Menschen, darunter 204 Angestellte der Jüdischen Gemeinde und 55 Kinder unter zehn Jahren. Nach der Ankunft des Zuges ist Alice Abrahamsohn am 29. Oktober 1942 erschossen worden.


Biografische Zusammenstellung

Text nach Informationen von Uri Shani (Kiryat Tiv'on, Israel)