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Artur Lewinsohn

Stolperstein für Artur Lewinsohn. Foto: D. Janke.
VERLEGEORT
Konrad-Wolf-Straße 41

BEZIRK/ORTSTEIL
Lichtenberg – Alt-Hohenschönhausen
VERLEGEDATUM
30.11.2012

GEBOREN
29.12.1927 in Berlin
DEPORTATION
am 03.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Über Artur Lewinsohn ist wenig bekannt. Er wurde am 29. Dezember 1927 in Berlin geboren. Im gleichen Jahr, am 7. Januar 1927, war schon sein Bruder Julian, das älteste Kind der Eheleute Hugo und Else Lewinsohn, zur Welt gekommen. Artur Lewinsohn hatte außerdem zwei Schwestern: Rita kam am 9. Juli 1931 in Berlin zur Welt und die Jüngste, Reha, am 23. Dezember 1942.

Der Vater Hugo Lewinsohn war kaufmännischer Angestellter und wurde am 26. August 1898 in Sobota/Posen (heute Polen) geboren. Die Mutter Else Lewinsohn erblickte am 30. März 1903 im schlesischen Gleiwitz (heute: Gliwice/Polen) das Licht der Welt.

Die sechsköpfige Familie lebte seit 1932 in zwei kleinen Wohnungen in der Koskestraße 13—14 im zweiten Hof. Diese Straße befand sich auf dem heutigen Gelände des Sportforums in Berlin-Lichtenberg. Artur Lewinsohns Eltern Else und Hugo Lewinsohn wurden zur Zwangsarbeit bei H. Becker & Co., einer Firma für Militär- und Feuerwehrausrüstung, verpflichtet.

Seine Schwester Rita wurde im Alter von sechs Jahren 1937 in die 9. Volksschule in Hohenschönhausen eingeschult. Am 15. Januar 1941 wechselte Rita Lewinsohn in die Volksschule in die Rykestraße, bis diese am 30. Juni 1942 geschlossen wurde.

Arturs Bruder Julian ging seit 1933 in die 9. Volksschule. Am 24. November 1938 erfolgte der Wechsel in die 14. Volksschule. Die Schulpflicht endete für Julian Lewinsohn am 28. März 1941. Im Anschluss musste er Zwangsarbeit bei der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik AG Borsigwalde leisten.

Im Rahmen der sogenannten „Fabrik-Aktion“ wurde Artur Lewinsohn gemeinsam mit seinen Eltern und seinen Schwestern Rita und Reha mit dem „33. Osttransport“ am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert, wo die Familie ermordet wurde. Seine Schwester Retha Lewinsohn war zum Zeitpunkt ihrer Deportation und Ermordung erst wenige Monate alt. Der Bruder Julian Lewinsohn wurde einen Tag vor seinen Eltern und Geschwistern am 2. März 1943 vom Sammellager in der Levetzowstraße aus mit dem „32. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert, wo der 16-Jährige am 18. April 1943 ermordet wurde.


Biografische Zusammenstellung

Netzwerkstelle Lichtblicke