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Herbert Jakobsthal

Stolpersteine für Rosa Ziegler, Herta und Herbet Jakobsthal und Gittel Littwack © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin
VERLEGEORT
Bartningallee 7

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Hansaviertel
VERLEGEDATUM
August 2010

GEBOREN
24.07.1905 in Kahla
ZWANGSARBEIT
bei
Straßenreinigung Berlin-Steglitz
DEPORTATION
am 29.11.1942 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Herbert Jakobsthal wurde am 24. Juli 1905 in Kahla/Thüringen geboren. Er war verheiratet mit der Kindergärtnerin Herta, geb. Ziegler. Die Ehe blieb kinderlos.

Bis Ende 1940 wohnte das Ehepaar in einer kleinen Wohnung am Koppenplatz Nr. 6. Im Dezember 1940 zogen sie – wahrscheinlich erzwungenermaßen – in die Wohnung der Schwiegermutter Rosa Ziegler in der Klopstockstr. 30 um. Hier im rechten Seitenflügel, Hochparterre, bewohnten sie 1 Zimmer mit Bad und Hängeboden.

In den Monaten vor der Deportation leistete Herbert Jakobsthal Zwangsarbeit bei der Berliner Stadtreinigung.

Ende November 1942 wurde das Ehepaar Jakobsthal in das Sammellager Große Hamburger Str. 26 gebracht. Am 23. November 1942 unterzeichneten beide die Erklärung ihres verbliebenen Vermögens und Wohnungsinventars, das mit Übergabe der amtlichen Zustellungsurkunde am 26. November 1942 als „dem Reich verfallen“ erklärt wurde.

Am 29. November 1942 wurden Herbert und Herta Jakobsthal in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Herbert Jakobsthal wurde hier am 3. Januar 1943 ermordet, der Todestag seiner Ehefrau ist unbekannt.

Drei Wochen später verschleppte man Rosa Ziegler in das Ghetto Theresienstadt – auch sie überlebte nicht.


Biografische Zusammenstellung

Wilfried Burkard