Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Betty Rubensohn

Stolperstein für Betty Rubensohn. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Windscheidstr. 9

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
07.04.2012

GEBOREN
29.05.1880 in Grätz
DEPORTATION
am 03.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Betty Rubensohn wurde am 29. Mai 1880 in Grätz (heute Grodzisk) in der damaligen preußischen Provinz Posen (heute Woiwodschaft Poznan) geboren. Im Jüdischen Adressbuch von 1931 war sie in der Windscheidstraße 9 registriert. Dies war ihr letzter freiwilliger Wohnsitz.

Wie auch ihre Schwester Elsbeth Rubensohn war sie 1939 im oben erwähnten jüdischen Altersheim in der Lietzenburger Straße 41-42 gemeldet und wurde mit ihr zusammen zwangsweise in die Cuxhavener Straße 5 als Untermieterin bei Heimbach „umgesiedelt“.

Betty Rubensohn wurde am 3. März 1943 – also zwei Tage später als Ihre Schwester Elsbeth – mit dem sog. „33. Osttransport“ (dem dritten nach der sog. „Fabrikaktion) mit weiteren 1749 Berliner Juden und Jüdinnen nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.


Die Stolpersteine für Elsbeth und Betty Rubensohn wurden von der Ur-Ur-Großnichte, Christiane Rubens initiiert, von der Familie gespendet und am 7.4.2012 verlegt. Durch Pflasterarbeiten gingen sie 2019 verloren. Die Hausverwaltung AKELIUS finanzierte neue Stolpersteine für die beiden Damen, die der Künstler Gunter Demnig am 25.2.2020 im Beisein von Familienangehörigen neu verlegte.

In der Lietzenburger Straße 41-42, wo früher die Betriebsleitung einer Eisenbahn-Baugesellschaft ansässig war, befand sich ein jüdisches Altersheim. Dort lebten mindestens 47 überwiegend sehr alte, teils hoch betagte Menschen, die alle (bis auf einen, der den Freitod wählte) deportiert worden sind. Die älteste Bewohnerin, Henriette Hammer, war bei ihrem Abtransport nach Theresienstadt über 90 Jahre alt. Die meisten waren verwitwet und alleinstehend, manche auch Ehepaare. Einige kamen in anderen Altenheimen unter oder wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Auch sie wurden deportiert und ums Leben gebracht. Zwei von ihnen waren vermutlich die Schwestern Rubensohn.

Biografische Zusammenstellung

Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf