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Helene Kaphan (geb. Zlotnitzki)

Stolperstein für Helene Kaphan. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Wallstraße 70-73

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Mitte
VERLEGEDATUM
Juni 2004

GEBOREN
01.12.1870 in Wahlau (Posen)
DEPORTATION
am 10.09.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
in Treblinka

Helene Kaphan wurde als Helene Zlotnitzki in Wehlau in Posen geboren. Am 20.09.1891 brachte sie ihre Tochter Rosa Ruth in Miroslaw zur Welt. Diese heiratete später den Zeichner Samuel Wellner, der am 16.05.1885 geboren wurde. Sie hatten zwei Söhne: Erwin und Lothar, beide in Berlin geboren. Für Erwin und Lothar Wellner, die mit ihrer Großmutter Helene Kaphan in einer Wohnung zusammen lebten, war die Wallstraße 72 die letzte Wohnadresse vor ihrer Deportation.

Ihr Schwiegersohn, Samuel Wellner, kam bereits am 28.10.1938 ins KZ Sachsenhausen. Knapp ein Jahr später, am 13.09.1939, folgte dann auch die Inhaftierung der Enkel in demselben Konzentrationslager. Lothar wurde dort am 26.04.1940 ermordet, sein Bruder Erwin am 24.05. 1940. Ihr Vater gilt als verschollen.

Helene Kaphan wurde mit dem sogenannten 61. Alterstransport vom 10.09.1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie war knapp 72 Jahre alt. Frau Kaphan wurde aus dem Ghetto Theresienstadt weiter in das Vernichtungslager Treblinka verschleppt. Helenes Tochter, Rosa Ruth Wellner, die Mutter von Erwin und Lothar, lebte ab Dezember 1942 in der Illegalität, tauchte unter und konnte so überleben. Nach Ende des Krieges ging sie nach Amerika und starb am 1952 in Chicago.


Biografische Zusammenstellung

Bürgerverein Luisenstadt e. V.