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Hermann Korus

Hermann Korus © OTFW
VERLEGEORT
Heinz-Galinski-Str. 8

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Gesundbrunnen
VERLEGEDATUM
Juni 2009

GEBOREN
18.03.1888 in Berlin
BERUF
Buchdrucker
HINGERICHTET
11.12.1944 in Brandenburg-Görden

Hermann Korus gehörte zum Berliner Arbeiterwiderstand und war im Rahmen der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation aktiv. Er wurde am 18. März 1888 in Berlin geboren und war Buchdrucker von Beruf. Hermann Korus wohnte in Berlin-Wedding, Schulstraße 71 (heute: Heinz-Galinski-Str. 8). Vor 1933 war er Mitglied des Verbands der Deutschen Buchdrucker und der SPD. Während des Krieges war er als Buchdruckmaschinenmeister tätig. Er war geschieden und hatte eine Tochter. Zusammen mit seiner Schwester Martha gewährte er in den Monaten August bis November 1944 dem aus dem Arbeitserziehungslager Wuhlheide geflohenen Willi Bänsch Unterkunft in seinem Wochenendhaus in Zühlsdorf und auch in seiner Berliner Wohnung. Am 12. November 1944 wurde Hermann Korus zusammen mit seiner Schwester verhaftet. Gemeinsam mit seinem Freund Bänsch wurde er am 4. Dezember vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Seine Schwester wurde im gleichen Prozess mit sieben Jahren Zuchthaus bestraft. Auch den letzten Weg ging Hermann Korus mit seinem Freund Wiili Bänsch zusammen – beide wurden am 11. Dezember 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.


Biografische Zusammenstellung

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten