Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Paul Kuchenbäcker

Stolperstein für Paul Kuchenbäcker © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin
VERLEGEORT
Osloer Str. 7

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Gesundbrunnen
VERLEGEDATUM
27.04.2012

GEBOREN
11.07.1901 in Bärenwalde
BERUF
Schlosser
HINGERICHTET
05.11.1943 im Zuchthaus Halle/Salle

Paul Kuchenbäcker wurde am 11. Juli 1901 in Bärenwalde in Schlesien als Sohn des Landarbeiters Friedrich Kuchenbäcker und dessen Ehefrau Pauline, geb. Draht, geboren. Nach der Schule erlernte er den Beruf des Schlossers, zog nach Berlin in die Christianastr. 7 (heute: Osloer Str. 7) und fand in verschiedenen Schlossereien Arbeit. Um 1925 trat Paul Kuchenbäcker aus der evangelischen Kirche aus. Er beschäftigte sich in dieser Zeit stark mit der Bibel und wurde Zeuge Jehovas. Als er 1943 einberufen wurde, verweigerte er den Dienst an der Waffe und die Vereidigung. Auch nach seiner Verhaftung am 30. Juni, der Inhaftierung im Zuchthaus Brandenburg-Görden, mehrfachen Vernehmungen und der Androhung der Todesstrafe beharrte er auf seinen Gewissensgründen. Am 7. Oktober 1943 wurde er vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Vollstreckt wurde das Urteil am 5. November 1943 im Zuchthaus Halle/Saale durch Enthauptung.


Biografische Zusammenstellung

Indra Hemmerling