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Otto Lang

Stolperstein für Otto Lang. Foto: Siemens AG, Gasturbinenwerk Berlin.
VERLEGEORT
Huttenstraße 12

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Moabit
VERLEGEDATUM
April 2003

GEBOREN
27.07.1890
BERUF
Büroangestellter
INHAFTIERT
ab Februar 1945 in Zellengefängnisses Lehrter Straße 3
ERMORDET
10.04.1945 in Berlin-Plötzensee

Otto Lang tritt nach dem Ersten Weltkrieg in die SPD ein. Von Beruf ist er Schirmmacher und von 1924 bis 1933 in der Städtischen Blindenanstalt in der Oranienstraße angestellt. Dort ist er auch als Betriebsrat tätig, wird aber 1933 wegen seiner politischen Einstellung entlassen. Seit 1935 ist er in der AEG-Turbinenfabrik in der Huttenstraße beschäftigt. Dort betätigt er sich als Mitglied einer illegalen Widerstandsgruppe, die Auslandsnachrichten und Flugblätter verbreitet, Familien von Verfolgten des Nationalsozialismus unterstützt und Kontakte zu Zwangsarbeitern pflegt. Am 21. Februar 1945 wird Otto Lang festgenommen und in der Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 inhaftiert. Beim Prozess vor dem Kammergericht Berlin wird er am 21. März 1945 zum Tode verurteilt. Otto Lang wird kurz vor Kriegsende am 10. April 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet.


Biografische Zusammenstellung

Gedenkstätte Deutscher Widerstand