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Marie Wolff (geb. Hofmann)

Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf
VERLEGEORT
Gneiststr. 8

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Grunewald
VERLEGEDATUM
05.06.2004

GEBOREN
09.11.1863 in Pilsen / Plzeň
DEPORTATION
am 10.07.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
26.02.1943 in Theresienstadt

Marie Wolff geb. Hofmann, geboren am 9. November 1863 in Pilsen (Plzeň), war die Tochter von Simon und Therese Hofmann und hatte sieben Geschwister und Halbgeschwister: Berta (verheiratete Beck), Theresia und Wilhelmine (verheiratete Kohn), Henriette, Hedwig, Josefine und Rudolf.

Sie war verheiratet mit Josef Wolff. Ihre 1890 geborene Tochter war Johanna, die Dr. Paul Reiche heiratete.

Am 10. Juli 1942 ist sie abgeholt und vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt deportiert worden. Sie sei an einer Zellgewebsentzündung mit folgender Blutvergiftung am 26. Februar 1943 gestorben, trugen die Ghetto-Ärzte in den Totenschein http://www2.holocaust.cz/de/documen... ein. Marie Wolff war fast 80 Jahre alt.

Julius Hofmann, der am 17. November 1873 wie seine Schwester Marie in Pilsen geboren war, ist am 18. Januar 1942 von Pilsen nach Theresienstadt deportiert worden und dort am 19. März 1943 ums Leben gebracht worden.

Zwei Stolpersteine zum Gedenken an ihre Tochter Johanna, geboren am 4. April 1990 in Chemnitz, und an deren Mann Dr. Paul Reiche, geboren am 9. September 1878 in Berlin, sind an der Neuen Kantstraße 1 verlegt worden, wo sie wohnten und er seine Arztpraxis hatte. Sie waren nach Theresienstadt deportiert worden, wurden aber mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befreit und haben überlebt. Danach praktizierte er wieder in der Windscheidstraße 30. Sohn Peter Reiche, der in der Wohnung Neue Kantstraße 1 geboren wurde, war 1938 mit einem Kindertransport nach England gerettet worden, er starb 2008 und ist in Berlin beerdigt.


Biografische Zusammenstellung

Helmut Lölhöffel

Weitere Quellen

Bundesarchiv; Adressbuch; Opferdatei Theresienstadt.