Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Frieda Rachmann (geb. Neumann)

Foto: F.Siebold
VERLEGEORT
Droysenstr. 15

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
08.11.2011

GEBOREN
20.03.1884 in Jeszewo
DEPORTATION
am 17.03.1943 nach Theresienstadt
ERMORDET
22.10.1943 im Ghetto Theresienstadt

Frieda Rachmann, geb. Neumann, wurde am 20. März 1884 in Jezewo in der Region Posen (Poznan/Polen) geboren. 1905 heiratete sie den Landwirt Adolf Rachmann, geboren am 8. Juni 1870 in Lablacken (Ostpreußen) Seine Eltern waren Jankel Rachmann und Dorothea, geb. Schiwakowski, deren Wohnort Rucken im Kreis Tilsit (Ostpreußen) war.

Das Ehepaar hatte zwei Kinder, über deren Namen, Leben und Verbleib nichts bekannt ist. Vielleicht sind sie rechtzeitig vor der Judenverfolgung geflüchtet.

Adolf und Frieda lebten in Berlin, zuletzt in der Droysenstraße 15. Adolf wurde am 13. Januar 1943 in einem sogenannten Alterstransport mit 99 anderen Personen in das Ghetto Theresienstadt deportiert; von diesen insgesamt 100 Menschen überlebten nur zehn. Adolf nicht. Er erkrankte aufgrund von Unterernährung, schlechten hygienischen Verhältnissen und mangelnder ärztlicher Versorgung im Alter von 73 Jahren an Lungenentzündung und starb fünf Monate später am 13. Juni 1943. Die Todesurkunde ist erhalten: http://www2.holocaust.cz/de/documen...

Frieda erlitt ein ähnliches Schicksal. Sie wurde zwei Monate später als Adolf am 17. März 1943 zusammen mit 1282 Menschen nach Theresienstadt deportiert, von denen 1064 ermordet wurden. Auch Frieda. Sie lag zur Zeit des Todes ihres Mannes schon im Ghetto-Krankenhaus und starb im Alter von 59 Jahren am 22. Oktober 1943. Ein Totenschein ist nicht vorhanden. Vielleicht hat sie Adolf vor seinem Tod noch sehen können.


Biografische Zusammenstellung

Monika Herz