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Ernst H. Angress

Foto: J.Held
VERLEGEORT
Holsteinische Str. 24

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
11.12.2007

GEBOREN
05.08.1883 in Berlin
FLUCHT
1937 Flucht nach Grossbritannien - 5. März 1938 Flucht in die Niederlande
DEPORTATION
am 29.11.1942 von Berlin - Plötzensee nach Auschwitz
ERMORDET
19.01.1943 in Auschwitz

Ernst Hermann Angress wurde am 5. August 1883 in Berlin geboren. Seine Eltern hießen Isaak und Amalie. Verheiratet war er mit Henny Angress. Drei Söhne haben 1962 aus den USA Entschädigungsanträge für die Wohnungseinrichtung gestellt: Fritz (Fred) Peter Angress (San Francisco), Hans Herbert Angress (Marshall, Kalifornien) und der am 27. Juni 1920 in Berlin geborene Werner Thomas (Tom) Angress (San Francisco) gestellt worden. Ernst H. Angress war Bankier und wohnte zuletzt in der Holsteinische Straße 24 in Wilmersdorf, vorher in Lichterfelde, Unter den Eichen 15 und in Charlottenburg an der Hessenallee 3.
1937 flüchtete er zunächst nach Großbritannien, dann am 5. März 1938 in die Niederlande. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht und Okkupation des Landes 1940 wurde Ernst H. Angress, nachdem er sich von seiner Familie trennen musste, in einem Versteck verhaftet. Vom 25. April bis zum 17. Mai 1941 war er in Amsterdam im Gefängnis. Nach mehreren Stationen in deutschen Gefängnissen wurde Angress am 29. November 1942 aus dem Zuchthaus Brandenburg-Görden, wohin er am 12. Februar 1942 eingeliefert worden war, in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo er am 19. Januar 1943 ermordet wurde.

Der Familie war es 1939 geglückt, aus Holland in die Vereinigten Staaten zu flüchten. Werner Thomas Angress kehrte zurück und ist am 5. Juli 2010 in Berlin gestorben.


Werner T. Angress: Generation zwischen Furcht und Hoffnung. Jüdische Jugend im Dritten Reich. Christians, Hamburg 1989; Ders.: Immer etwas abseits. Jugenderinnerungen eines jüdischen Berliners 1920–1945, Berlin 2005.

Biografische Zusammenstellung

Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf

Weitere Quellen

Nachlass von Wolfgang Knoll