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Clara Bernstein (geb. Fürst)

Foto: J.Held
VERLEGEORT
Jenaer Str. 24

BEZIRK/ORTSTEIL
– Charlottenburg-Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
22.06.2011

GEBOREN
31.10.1888 in Harmuthsachsen
DEPORTATION
am 04.11.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
in Theresienstadt

Zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung wohnte Frau Bernstein bei ihrem Vater zur Untermiete in der Duisburger Straße 8. Vermutlich musste sie im Oktober 1942, wie andere jüdische Familien, ihre Wohnung in der Jenaer Straße 24 räumen. Sie war geschieden von einem Schlachtermeister und hatte als Köchin gearbeitet. Als sie von der Gestapo verhaftet wurde, war sie arbeitslos und Ihr Vater ernährte sie von einer kleinen Kriegsversehrtenrente mit. Eine Schwester war in Palästina, ihr Bruder war im 1. Weltkrieg gefallen. Obwohl sie laut Vermögenserklärung keine Wertgegenstände besaß, stellte ihr die Gestapo am 1.11.1942 eine Verfügung in die Große Hamburger Str. 26 zu, in der ihr mitgeteilt wurde, dass ihr gesamtes Hab und Gut eingezogen worden sei. Frau Bernstein wurde am 4.11.1942 ins Ghetto nach Theresienstadt deportiert. Sie war wohl kinderlos und es gibt keine überlieferten Angaben, was mit ihr nach der Deportation geschehen ist. Es ist als sicher anzunehmen, dass sie in Theresienstadt umgebracht wurde.


Biografische Zusammenstellung

Kerstin Leitner