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Katharina Manneberg

Foto: A. Bukschat & C. Flegel
VERLEGEORT
Markgraf-Albrecht-Str. 5

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Halensee
VERLEGEDATUM
08.05.2012

GEBOREN
31.03.1893 in Zittau
DEPORTATION
am 26.06.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
28.10.1944 in Auschwitz

Katharina Manneberg und ihre Mutter Jenny Manneberg, geb. Harris, wohnten in der Markgraf-Albrecht-Straße 5, wo auch Henriette Harris, geb. Lewek, eine Schwägerin von Jenny Manneberg, mit deren Tochter Regina lebten. Von ihrem Vater gibt es keine Spuren. Katharina Manneberg, die „Käte“ gerufen wurde, wurde am 31. März 1893 im sächsischen Zittau geboren. Über sie ist ebenso wie über ihre am 26. Juni 1859 im westpreußischen Strasburg (Brodnica) geborene Mutter nichts mehr herauszufinden, es existiert nur noch eine Karteikarte mit den Lebens- und Todesdaten.

Eines Tages im Juni 1942 wurden beide abgeholt und in einem geschlossenen Transporter zunächst in die Große Hamburger Straße 26 gefahren, wo früher ein Jüdisches Altersheim gewesen war, das die Nazis seit Anfang Juni geräumt und als Registrierungsstelle für die zur Deportation vorgesehenen Jüdinnen und Juden eingerichtet hatten. Von hier wurden die beiden Frauen anderntags morgens um 5 Uhr mit einem Sonderwagen der Straßenbahn zum Anhalter Bahnhof gefahren und in einen mit 50 Menschen voll besetzten normalen Personenwagen getrieben, der an den fahrplanmäßigen Zug über Dresden nach Prag angehängt wurde. Am frühen Abend trafen sie in dem seit November 1941 errichteten Ghetto in Theresienstadt ein, wo sich schon mehr als 50 000 Menschen auf engstem Raum drängten. Es war der 26. Juni 1942 – der 83. Geburtstag von Jenny Manneberg. Zwei Jahre lang mussten sie erleiden, wie Theresienstadt immer voller und unerträglicher wurde und wie Tausende nach und nach verschwanden. Am 28. Oktober 1944 wurden auch Katharina und Jenny Manneberg in einen Zug gesteckt, der wie viele andere ins Vernichtungslager Auschwitz rollte. Dort sind sie umgebracht worden.


Biografische Zusammenstellung

Helmut Lölhöffel - Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf