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Helmut Theodor Winkler

Foto: A. Bukschat & C. Flegel
VERLEGEORT
Nikolsburger Platz 1

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
29.04.2012

GEBOREN
19.07.1909 in Berlin
BERUF
Holzhändler
FLUCHT
Flucht nach Holland
DEPORTATION
im Jahre 1942 von Westerbork nach Auschwitz
ERMORDET
31.12.1942 in Auschwitz

Helmut Theodor Winkler wurde am 19. Juli 1909 in Berlin geboren. Sein Vater hieß Heinrich Jacob, seine Mutter Pauline Olga Winkler geb. Bromberg, geboren am 16. Mai 1879 in Königsberg. Er lebte in Berlin am Nikolsburger Platz 1. Von Beruf war er Holzexporteur, im Adressbuch ließ er sich als „Holzhändler“ eintragen. Offenbar war er unvrfheiratet.

Am 14. März 1940 flüchtete er und versuchte sich in Holland vor der Judenverfolgung der Nationalsozialisten zu retten. Bei der Volkszählung 1939 wurde er in Berlin als „verzogen“ registriert Er versteckte sich in Amsterdam. Jedoch wurde er, als Holland von den Deutschen besetzt wurde, geschnappt und am 17. September 1942 ins Internierungslager Westerbork verschleppt. Tags darauf, am 18. September 1942, wurde er dann mit 1004 Menschen nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er am letzten Tag des Jahres, am 31. Dezember 1942, ums Leben gebracht.

Sein Bruder Harry I. Winkler, der nach New York flüchten konnte, schrieb 1974 ein Gedenkblatt. Dessen Tochter Bea Winkler Bayer aus New York hat 2000 ein Gedenkblatt für den Onkel und für ihre Großmutter Pauline angelegt und ebenfalls in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hinterlegt.

Das Bundesarchiv gab an, Helmut Theodors Mutter Pauline Olga sei am 22. Januar 1939 in die Niederlande emigriert, am 18. September 1942 von Westerbork nach Auschwitz deportiert und am 21. September 1942 ermordet worden. Wo sie in Berlin wohnte, konnte nicht nachgewiesen werden.

Eine andere Verwandte, Edith Narzissenfeld, geb. Schiffler, verwitwete Winkler, die auch in New York lebte, hat bis 1971 in Berlin Entschädigungsanträge für Gold, Silber, Schmuck und Hausrat gestellt.
Texte: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf. Quellen: Bundesarchiv Potsdam, Zentralarchiv Yad Vashem Jerusalem, Entschädigungsamt in Berlin.


Biografische Zusammenstellung

Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf