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Edwin Brandes

Foto: F.Siebold
VERLEGEORT
Sybelstr. 25

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
08.11.2011

GEBOREN
14.05.1912 in Berlin
DEPORTATION
am 20.01.1944 nach Auschwitz
ERMORDET
29.01.1944 in Auschwitz

Der am 14. Mai 1912 in Berlin geborene Edwin Brandes hat offenbar als Untermieter in der Wohnung von Michaelis Max Israel in der Sybelstraße 25 gelebt.

Edwin Brandes zog am 1. April 1942 in ein möbliertes Zimmer für 25 Reichsmark Miete bei einer Frau S. Sonnenfeld in die Michaelkirchstraße 26, wo er bis 28. Februar gemeldet war. Danach verlieren sich seine Spuren. In den Akten der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) steht, er habe seit dem 1. März 1943 „illegal“ gelebt. Wo und wann genau der damals 31 Jahre alte Brandes Anfang 1944 geschnappt wurde, ist den wenigen noch vorhandenen Unterlagen nicht zu entnehmen. Seinen Ausweis habe er „verbrannt“, notierte die Polizei.

Von Beruf war Brandes Zahntechniker, seine letzte Beschäftigung wurde als „Arbeiter“ bei der Schering AG in Adlershof mit einem Lohn von 30 Reichsmark pro Woche registriert. Als „Konfession“ war „jüdisch“ angegeben. In einer „Vermögensübersicht“ der Finanzbehörde vom 19.1.1944 ist eingetragen, der „abgeschobene“ Brandes habe „kein Vermögen“ hinterlassen. Der zuständige Beamte notierte in aller bürokratischen Brutalität: „Erlös 0“.

Nach seiner Entdeckung und Verhaftung wurde Brandes in das Sammellager an der Großen Hamburger Straße 26 gesteckt und von dort am 20. Januar 1944 in einem Einzelwagen mit 48 Menschen, genannt „48. Osttransport“, vom Bahnhof Grunewald ins Vernichtungslager Auschwitz abtransportiert.

Edwin Brandes, so ist in den Lagerakten festgehalten, wurde im Alter von 32 Jahren am 29. Januar 1944 ermordet. Den Stolperstein für ihn spendete Helmut Lölhöffel, der am 29. Januar 1944 geboren ist.


Biografische Zusammenstellung

Helmut Löhlhöffel