Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Eva Cahn (geb. Elsner)

Stolperstein für Eva Cahn, Foto: A. Bukschat & C. Flegel
VERLEGEORT
Trautenaustr. 5

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
29.04.2012

GEBOREN
24.01.1881 in Berlin
DEPORTATION
am 29.07.1942 nach Theresienstadt
WEITERE DEPORTATION
am 16.05.1944 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Eva Cahn geb. Elsner ist am 24. Januar 1881 in Berlin geboren, ihre Eltern hießen Moritz und Elise Elsner. Verheiratet war sie mit dem Kaufmann Paul Cahn. Sie hatten einen Sohn Richard, der aus Deutschland hinausgeschleust wurde und so sein Leben rettete. Unter dem Namen Richard Collins, der in London lebte, verfasste er 1978 für seine Mutter ein Gedenkblatt, das bei Yad Vashem in Jerusalem aufbewahrt ist. Darin hielt er fest, seine Eltern hätten in der Waltharistraße 34 in Nikolassee (in Wahrheit war es, wie aus dem Adressbuch 1931 hervorgeht, die Hausnummer 16) gewohnt und während des Zweiten Weltkriegs in Charlottenburg in der Giesebrechtstraße 43 (was ebenfalls ein Irrtum sein muss, denn diese Hausnummer gibt es nicht). Jedenfalls war Eva Cahn bei der Volkszählung am 17.5.1939 mit dem Wohnsitz Privatklinik Wilmersdorf in der Trautenaustraße 5 gemeldet – ob als Patientin oder als Schwester, ist ungewiss.
Sie wurde zunächst ins Sammellager an der Großen Hamburger Straße 26 geschafft, dann am 29. Juli 1942 zum Anhalter Bahnhof gebracht und von da mit 100 Menschen in zwei Eisenbahnwaggons ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Mit 2493 Menschen ist sie am 16. Mai 1944 nach Auschwitz weitertransportiert und sicherlich bald nach Ankunft vergast worden. Dokumente über den Todeszeitpunkt gibt es nicht.
Auch ihr Mann Carl Cahn, der am 23. April in Aschersleben (Sachsen) als Sohn von Moritz und Emilie Cahn geboren wurde, ist am 29. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert worden. Am 24. Februar 1943 ist er dort – nach dem Totenschein http://www2.holocaust.cz/de/documen... an einem Herzschlag - ums Leben gekommen.


Biografische Zusammenstellung

Helmut Lölhöffel. Quellen: Bundesarchiv; Yad Vashem Datenbank; Adressbücher.