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Anna Hornik (geb. Cohn)

Stolperstein für Anna Hornik. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Am Eichenhain 37

BEZIRK/ORTSTEIL
Reinickendorf – Frohnau
VERLEGEDATUM
23.07.2012

GEBOREN
30.01.1889 in Berlin
BERUF
Schneiderin
DEPORTATION
am 25.01.1942 nach Riga
VERSCHOLLEN
in Riga

Anna Hornik wurde am 30. Januar 1889 unter dem Mädchennamen Cohn in Berlin geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Israel Cohn und die Hausfrau Friederike Cohn, geb. Lewin. Sie war jüdischen Glaubens.

Anna erlernte den Beruf der Schneiderin und gründete 1913 eine eigene Firma für Damenkonfektion in der Reinickendorfer Str. 95 in Berlin N65. Ihr Geschäft konnte Anna offensichtlich erfolgreich bis 1939 betreiben, denn die letzte Firmenanschrift lautete Leipziger Str. 67, Berlin C2.

Anna heiratete den Kaufmann Max Hornik und zog zu ihm nach Berlin-Frohnau in die Lodystraße 41, die heutige Gollanczstraße 3. Max brachte aus einer ersten Ehe den 1905 geborenen Sohn Hermann Eberhard mit in die Ehe. Zusammen hatten Anna und Max einen weiteren Sohn, Heinz, geboren am 19. Oktober 1910.

Anfang der 1930er Jahre bauten Max und Anna Hornik ein Haus in Berlin-Frohnau, Am Eichenhain 37–41, im Berliner Adressbuch seit 1932 als das „Hornik’sche Haus“ eingetragen. Dieses Haus musste Anna mit ihrem Mann später verlassen. Beide wurden in ein sogenanntes Judenhaus in der Großen Frankfurter Straße in Berlin O17 zwangseingewiesen.

Zusammen mit ihrem Mann und weiteren 1042 Personen wurde Anna Hornik am 25. Januar 1942 mit dem „10. Osttransport“ vom Bahnhof Berlin-Grunewald nach Riga deportiert. Der Transport „fand in gedeckten Güterwagen statt, sodass die Teilnehmer vollkommen ungeschützt dem Einfluss der immer noch herrschenden Kältewelle ausgesetzt waren. Das führte dazu, dass bei der Ankunft in Riga bereits viele erfroren, andere durch die Kälte sehr stark geistig verwirrt waren und beim Ausladen in Riga-Skirotava sofort erschossen wurden. […] Nur 13 Deportierte überlebten.“

Anna und Max Hornik gelten als verschollen.

Der Sohn Heinz wurde am 11. Juli 1942 aus der Heilanstalt Brandenburg-Görden nach Auschwitz deportiert.


Biografische Zusammenstellung

AG Stolpersteine Reinickendorf