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Martha Ulrike Rosenberg (geb. Caro)

Stolperstein für Martha Ulrike Rosenberg. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Limonenstraße 11

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Lichterfelde
VERLEGEDATUM
10.05.2011

GEBOREN
16.06.1867 in Berlin
DEPORTATION
am 01.09.1942 nach Theresienstadt
TOT
21.09.1942 in Theresienstadt

Martha Rosenberg stammte aus der Familie Caro, die sich bis auf Josephus Caro (1488–1575) zurückverfolgen lässt. Der Vorfahr ist auf dem alten jüdischen Friedhof in Prag begraben.
Martha Rosenberg war mit dem Geheimen Baurat Louis Rosenberg verheiratet, mit dem sie lange in der Güntzelstr. 48 in Wilmersdorf lebte. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, Ellen (geb. 1891) und Käthe (Lebensdaten nicht bekannt).

1924 starb Louis Rosenberg und Martha zog zu ihrer Tochter Ellen in die Limonenstr. 11 in Steglitz, deren Mann Carl Waldeck ebenfalls in diesem Jahr starb. Ihre letzte Berliner Adresse war Rosenheimer Str. 27. Am 1. September 1942 wurde Martha Rosenberg mit dem „54. Alterstransport“ nach Theresienstadt deportiert, wo sie drei Wochen später, am 21. September 1941, starb; als Todesursache wird in der Todesfallanzeige „Darmkatarrh“ angegeben.

Die Tochter Ellen heiratete 1941 ein zweites Mal, den Kunstmaler Leopold Carsch (s. dort). Mit ihm zusammen wurde sie am 17. Mai 1944 nach Theresienstadt deportiert. Dort stab ihr Mann nach wenigen Monaten, Ellen Carsch wurde im Mai 1944 weiter nach Auschwitz verschleppt.

Die Tochter Käthe Prein, geb. Rosenberg, wurde im Januar 1944 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte und kehrte nach Zehlendorf zurück.


Biografische Zusammenstellung

Initiative Steglitz nach Recherchen von Frau Susanne Bender, Nichte des 1942 gefallenen besten Freundes von Carl Waldeck jr., Heinz Reuters.