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Erna Henriette Lustig

Stolperstein für Erna Henriette Lustig. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Björnsonstraße 1

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Steglitz

GEBOREN
29.08.1895 in Berlin
BERUF
Sekretärin
DEPORTATION
am 09.12.1942 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Erna Lustig wurde am 29.08.1895 in Berlin als Tochter von Gertrud Lustig und Schwester des nach Amerika ausgewanderten Ludwig Lustig geboren. Im Berliner Adressbuch wird ihr Beruf als Sekretärin angegeben, in ihrer Vermögensakte gibt sie Hugo Reins als Arbeitgeber an.

Sie hat seit 1925 in dem seinerzeit neu erbauten Reihenhaus Björnsonstr. 1 zunächst als Mieterin, seit 1932 als Eigentümerin gewohnt. Laut Volkszählungsakte wohnt die Arierin Bertha Kirschke bei ihr zur Untermiete. Das Eigentum an dem Haus Björnsonstr. 1 wird Erna im Mai 1942 entzogen und zwar auf Grund der Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens vom 03.12.1938. Sie wird gezwungen, das Haus an Freiherr Ferdinand von Lüdinghausen, genannt Wolf, zu verkaufen. Sie darf in dem Haus auch nicht mehr wohnen und so wird sie in einer sog. Judenwohnung in Halensee, Schweidnitzer Str. 6 einquartiert, wo sie mit Emma Fabian zusammenwohnt. Am 09.12.1942 wird Erna aus der Schweidnitzer Str. 6 nach Auschwitz deportiert. Sie kommt dort einen Tag später an und wird in Auschwitz schließlich ermordet. Das genaue Todesdatum ist nicht bekannt.


Biografische Zusammenstellung

Imke Oevermann und Carola Riethmüller