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Manfred Meyer

Stolpersteine für Felix Rowald, Amalie Kopper, Irma Meyer, Ellen und Manfred Meyer. Fotorechte: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin.
VERLEGEORT
Gipsstr. 23

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Mitte
VERLEGEDATUM
November 2008

GEBOREN
13.12.1926 in Berlin
DEPORTATION
am 03.02.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
08.02.1943 in Auschwitz

Manfred Samuel Meyer kam am 13. Dezember 1926 als Sohn von Hugo Meyer und Irma Meyer geb. Kopper in Berlin zur Welt. Er lebte mit seinen Eltern und seiner Großmutter Amalie Kopper in der Gipsstraße 23 im Bezirk Mitte. Der Vater arbeitete als Kaufmann, die Mutter hatte das Uhrengeschäft ihrer Familie in der Gormannstraße übernommen. Im Dezember 1930 wurde die Schwester Ellen geboren.

Die jüdische Familie war bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten von Ausgrenzung und Verfolgung betroffen. 1933 wurde Manfred noch an einer deutschen Volksschule eingeschult. Diese durfte er jedoch nur kurze Zeit besuchen. Ab 1936 war er an der Jüdischen Schule in der Großen Hamburger Straße, wo er bis zum 28. März 1941 blieb. Daraufhin wurde er zur Zwangsarbeit bei der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik verpflichtet. Ab September 1941 musste die gesamte Familie den sogenannten Judenstern auf der Kleidung tragen.

Manfreds Eltern planten die Auswanderung der Familie, aber es gelang ihnen nicht mehr, sich und ihre Kinder ins Ausland zu retten. Am 3. Februar 1943 verhaftete die Gestapo den 16-jährigen Manfred Meyer zusammen mit seinen Eltern, seiner Schwester und seiner Großmutter. Mit Ausnahme der Großmutter wurde die Familie mit dem „28. Osttransport“ in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort wenig später ermordet. Die Sterbeurkunde für Manfred Meyer wurde auf den 8. Februar 1943 ausgestellt. Die Großmutter Amalie Kopper kam im Ghetto Theresienstadt ums Leben.


Biografische Zusammenstellung

Janna Lölke
Recherchen: Wilfried Burkhard, Janna Lölke

Weitere Quellen

Bezirksmuseum Mitte;
http://www.statistik-des-holocaust.de/, Transportliste des 28. Osttransportes;
Daten aus der Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939 und der „Liste der jüdischen Einwohner im Deutschen Reich 1933–1945“ über https://www.tracingthepast.org/mapp...
http://histomapberlin.de/histomap/d...