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Max Ert

Max Ert. Copyright: Nurit Ashkenazi
VERLEGEORT
Handjerystr. 29

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Friedenau
VERLEGEDATUM
03.06.2013

GEBOREN
19.02.1881 in Hannover
BERUF
Fleischermeister
DEPORTATION
am 24.08.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Max Ert kam am 19. Februar 1881 in Hannover auf die Welt. Er stammte aus einer großen Familie: Seine Eltern, der 1855 in Arnheim geborene Emanuel Ert und dessen Ehefrau Henriette Ert, geborene Meir, waren aus den Niederlanden nach Hannover gezogen. Max Ert hatte acht Geschwister, von denen sieben namentlich bekannt sind: Betti, Cilli, Kaethe, Seph, Michael, Samuel und Leo. Er absolvierte eine Lehre als Fleischer und machte die Meisterprüfung. In erster Ehe heiratete Max Ert Vera Stoppelmann. Das Ehepaar bekam 1909 in Hamburg einen Sohn, den es Herbert nannte. Verena Ert starb 1918 und ließ Ehemann und Sohn zurück.

Ein Jahr später, 1919, heiratete der Witwer Max Ert die 1895 in Süddeutschland geborene Berta Perlstein. Er lebte bereits in Berlin-Charlottenburg und besaß dort in der Droysenstraße 4 eine Fleischerei. Die Familie zog gleich nach der Hochzeit in die Hauptstadt. Am 17. Januar 1921 wurde die gemeinsame Tochter Hanna, genannt Hanni, geboren.

Max Ert betrieb ab 1920 eine zweite Fleischerei in der Sybelstraße 25, ab 1928 eine Fleischerei in der Schmargendorfer Straße 1, 1932 in der Fredericiastraße 11 und 1933 in der Bismarckstraße 10. Berta Ert arbeitete als „Chefin“ gemeinsam mit ihrem Ehemann und wurde bald Mitinhaberin seiner Fleischerei in der Sybelstraße 25 in Charlottenburg.

Von 1935 bis 1942 besaß Max Ert ein Geschäft in der Handjerystraße 29. Die Wohnung der Familie befand sich in demselben Haus. Seit 1940 ist er im Berliner Adressbuch nicht mehr als Fleischer, sondern als Lebensmittelhändler notiert.

Am 24. August 1943 wurde Max Ert mit Ehefrau und Tochter nach Auschwitz deportiert. Herbert, der Sohn aus der ersten Ehe von Max Ert, wurde im April 1944 ebenfalls in das Vernichtungslager deportiert. Die ganze Familie gilt als verschollen, ist also ermordet worden.


Biografische Zusammenstellung

Dr. Dietlinde Peters auf der Grundlage der Vorarbeiten von Hannelore Emmerich und eigener Recherchen