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Leo Bendit

Leo Bendit (Ausschnitt, 1941). Fotorechte: Familienbesitz.
(V. l. n. r.) Jenni und Samuel Bukofzer mit Leo und Luise Bendit, 1941. Fotorechte: Familienbesitz.
© FHXB Museum Foto: FraCbB
Stolpersteine für die Familie Bukofzer/Bendit (Jenni und Samuel Bukofzer, Tochter Luise, Schwiegersohn Leo Bendit und deren Kind Aron). Fotorechte: D. Janke
Leo Bendits Name auf der Spiegelwand auf dem Steglitzer Hermann-Ehlers-Platz. Die 10 Meter lange Wand wurde 1994 zum Gedenken an Berliner Juden errichtet, die zwischen 1941 und 1945 deportiert wurden. Fotorechte: D. Janke.
Die Spiegelwand auf dem Steglitzer Hermann-Ehlers-Platz. Fotorechte: D. Janke.
VERLEGEORT
Rigaer Straße 80

BEZIRK/ORTSTEIL
Friedrichshain-Kreuzberg – Friedrichshain
VERLEGEDATUM
06.06.2013

GEBOREN
02.06.1906 in Krojanke (Westpreußen) / Krajenka
DEPORTATION
am 06.03.1943 von Putlitzstraße nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Leo Bendit wurde am 2. Juni 1906 im westpreußischen Krojanke (heute: Krajenka / Polen) geboren. Er war mit Luise Bukofzer verheiratet, der jüngsten Tochter der Eheleute Samuel und Jenni Bukofzer, geb. Berndt. Am 19. März 1940 wurde dem Ehepaar Bendit der Sohn Aron geboren, der nicht einmal drei Jahre alt werden sollte.
Die Familien Bendit und Bukofzer wohnten in der Rigaer Straße 80 in Berlin-Friedrichshain.
Leo Bendits Schwiegervater Samuel Bukofzer wurde im Rahmen einer Vergeltungsaktion wegen des Brandanschlags auf die NS-Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies“ verhaftet und am 28. Mai 1942 im KZ Sachsenhausen mit weiteren jüdischen Geiseln erschossen. Angehörige der Erschossenen wurden kurz danach deportiert. So auch Leos Schwiegermutter Jenni Bukofzer, die am 5. Juni 1942 mit einem Sondertransport von Berlin nach Theresienstadt verschleppt wurde. Am 9. Oktober 1944 brachte man Jenni Bukofzer von dort nach Auschwitz, wo sie ermordet wurde.
Die gesamte Familie Bendit wurde im März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Leo Bendit stand bereits mit der Nummer 1757 auf den Listen des 32. Transportes, der am 2. März 1943 nach Auschwitz fuhr. Auf dieser Liste wurde er aus bisher nicht bekannten Gründen gestrichen. Luise Bendit und ihr Sohn Aron wurden am 4. März 1943 von Berlin-Moabit mit dem „34. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. Leo Bendit folgte zwei Tage später am 6. März 1943 mit dem „35. Osttransport".


Biografische Zusammenstellung

Schüler und Schülerinnen der Ag Schule ohne Rassismus des Heinrich-Hertz-Gymnasiums, Berlin

Dagmar Janke, Angehörige

Sophia Schmitz, Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin