Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Margarete Kornblum

Margarete Kornblum © OTFW
VERLEGEORT
Danckelmannstr. 54 a

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg

GEBOREN
31.08.1885 in Frankfurt/Oder
DEPORTATION
am 14.11.1941 von Berlin, Danckelmannstr. 54a nach Minsk
ERMORDET
in Minsk

Margarete Kornblum wurde am 31. August 1885 in Frankfurt/Oder geboren.

Im November 1941 wurde sie aus ihrer Wohnung in der Danckelmannstraße 54a geholt und zur Sammelstelle in der Moabiter Levetzowstraße gebracht. Die große Synagoge, die sich hier befand, war in der Pogromnacht im November 1938 nur teilweise beschädigt worden und musste auf Befehl der Gestapo als Sammellager dienen. Margarete Kornblum erhielt dort von einem Gerichtsvollzieher am 13. November 1941, einen Tag vor ihrer Deportation, einen Bescheid über die Einziehung ihres gesamten Vermögens. In diesem Zusammenhang wird ihr Ehemann Philipp Kornblum erwähnt. Er betrieb in der Danckelmannstraße 54a einen Textilhandel und tauchte in den Berliner Adressbüchern unter dieser Anschrift bis 1939 auf. Vermutlich starb er in diesem Jahr.

Die erste Deportation von Berlin nach Minsk erfolgte am 14. November 1941. Margarete Kornblum gehörte zu den Verschleppten. Die in der Synagoge in der Levetzowstraße festgehaltenen Männer, Frauen und Kinder wurden von Ordnungspolizisten zum Bahnhof Grunewald getrieben. Dort wartete ein von der Reichsbahn bereit gestellter Zug auf sie. Die Fahrt nach Minsk dauerte vier Tage. Im dortigen Ghetto wurde Margarete Kornblum zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet.


Biografische Zusammenstellung

Harald Marpe, Kiezbündnis Klausenerplatz e. V.