Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Adolf Kastellan

Stolperstein Adolf Kastellan Bild: Stolpersteine-Initiative CW, H.-J. Hupka
Von links nach rechts: Ruth, Meta, Lotte, Adolf und Hugo Kastellan im Jahr 1915 Bild: Archiv Uri Breit
VERLEGEORT
Sybelstraße 46

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
12.11.2013

GEBOREN
01.12.1879 in Koschmin / Koźmin Wielkopolski
FLUCHT
1937 Flucht in die Niederlande
INTERNIERT
in Westerbork
DEPORTATION
am 19.11.1943 von Westerbork nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Adolf Kastellan wurde am 1. Dezember 1879 in Koschmin (Kozmin, heute Polen) in der damals preußischen Provinz Posen geboren. Adolf Kastellan nahm als Frontkämpfer am Ersten Weltkrieg teil und schied 1916 aus der Armee aus.
Nach dem Krieg betrieb er eine Firma, die unter dem Namen „Bauzi“ Teile für Automobile und Flugzeuge herstellte. Adolf Kastellans Frau hieß Meta. Sie hatten zwei Kinder: Ruth, die Mutter von Marco und Uri Breit, und Lotte, die Mutter von Alisah Ben Ghiat.
Während der Inflationszeit um 1923 war Kastellan als Häusermakler tätig. Bis 1935 war er im Berliner Adressbuch euingetragen:;
Kastellan Adolf Kaufm Charlb Sybelstr 46
1936 verließ er Deutschland und ließ sich in Amsterdam nieder. Er wurde aber verhaftet und im KZ-Sammellager Westerbork interniert, das die nationalsozialistischen Besatzer in den Niederlanden eingerichtet hatten. Von dort wurde er am 19. November 1943 nach Auschwitz deportiert. Hier wurde er ermordet. Sein Todesdatum ist unbekannt, seine Frau taucht auf keiner Deportationsliste auf.


Biografische Zusammenstellung

Uri Breit. Übersetzung aus dem Englischen: Harald Marpe, Kiezbündnis Klausenerplatz e. V.