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Manfred Hirsch

Stolpersteine für die achtköpfige Familie Hirsch. Copyright: MTS
VERLEGEORT
Tauentzienstr. 7

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
VERLEGEDATUM
26.03.2014

GEBOREN
14.06.1926 in Berlin
DEPORTATION
am 24.10.1941 nach Łódź / Litzmannstadt
ERMORDET
27.09.1943 in Łódź / Litzmannstadt

Manfred Hirsch wurde als erstgeborener Sohn in eine später sehr kinderreiche Familie hineingeboren. Er kam am 14. Juni 1926 als Sohn des Rechtsanwalts und Notars Dr. Walter Nathan Hirsch und seiner Ehefrau Käthe Hirsch, geborene Seelig, in Berlin zur Welt. Seine jüngeren Geschwister waren Marianne (* 4.6.1927), Ulrich Steffen (* 3.6.1929), Dieter Wolfgang (* 27.10.1931), Dorothea Maria (* 29.4.1935) und Alice (* 14.8.1937). Wir wissen nicht, welche Schulen er besuchte und kennen nicht seine Hobbys und Vorlieben. Die Vermögenserklärung des zum Zeitpunkt des Ausfüllens erst 15jährigen Manfred enthält in der Rubrik „Kinder-, Fremdenzimmer, Salon“ den Hinweis „Bücher und Schulbücher“. Außerdem besaß er noch zwei Bestecke. Die Vermögenserklärung wurde von seinem Vater Dr. Walter Nathan Hirsch am 20. Oktober 1941 ausgefüllt und auch unterschrieben.
Am 24. Oktober 1941 verfrachtete man Käthe und Dr. Walter Nathan Hirsch, zusammen mit ihren sechs Kindern, nach Litzmannstadt. Als Erste der Familie starb dort Marianne am 22. Dezember 1942, als Zweiter kam am 27. September 1943 der 17jährige Manfred ums Leben. Seine Mutter Käthe verstarb schließlich am 23. April 1944. Der Rest der Familie – sein Vater Dr. Walter Nathan und seine Geschwister Alice, Dieter Wolfgang, Dorothea Maria und Ulrich Steffen – wurden im Herbst 1944 noch nach Auschwitz deportiert. Hier wurden sie vermutlich kurz nach ihrer Ankunft ermordet.


Biografische Zusammenstellung

Dr. Judith Hahn

Weitere Quellen

Ruth Alton (Tauber): Deportiert von den Nazis