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Anna Witt (geb. Cohn)

Stolperstein für Anna Witt. Copyright: MTS
VERLEGEORT
Landshuter Str. 38

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
VERLEGEDATUM
21.03.2014

GEBOREN
31.03.1882 in Königsberg
FLUCHT
1939 in die Niederlande
INHAFTIERT
ab 30.11.1942 in Gouda und interniert in Westerbork
DEPORTATION
am 02.11.1942 nach Auschwitz
ERMORDET
05.11.1942 in Auschwitz

Anna Cohn kam am 31. März 1882 als Tochter von Fritz und Doris Cohn, geborene Vertun, in Königsberg zur Welt. Über ihre Kindheit und Jugend ist nichts weiter bekannt. Sie war mit dem Textilkaufmann Hugo Witt verheiratet, der sich auch Jakob nannte. Er war Inhaber der Firma Feld & Goldschmidt, die in der Jerusalemer Straße 17 in Mitte Kostüme herstellte. Das Paar hatte zwei Söhne: Ernst Alfred, der am 19. Dezember 1910 in Berlin geboren wurde, sowie den Sohn Hans, der etwa drei Jahre älter als Ernst Alfred war. Die Familie lebte in der Landshuter Straße 38 im Vorderhaus, dritte Etage. Ihr Mann Hugo (Jakob) verstarb am 8. Juli 1925 an einem Herzinfarkt. Er wurde auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee beerdigt. Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Söhne erst 17 und 14 Jahre alt. Am 10. April 1931 zog ihr Sohn Ernst Alfred vermutlich aus beruflichen Gründen von Danzig aus nach Rotterdam. Vermutlich hatte er in Danzig eine Ausbildung zum Textilkaufmann gemacht. Ihr Sohn Hans, der 1934 in Schöneberg geheiratet hatte und mit seiner Frau in der Salzburger Straße 16 wohnte, emigrierte im gleichen Jahr nach Palästina. Sie selbst flüchtete 1939 in die Niederlande, zog aber nicht zu ihrem Sohn Ernst Alfred, der weiterhin in Rotterdam lebte, sondern nach Gouda. Sie wohnte dort in der Krugerlaan 149.
Am 30. Oktober 1942 wurde sie in Gouda verhaftet, kam in das Übergangslager Westerbork und wurde von dort aus am 2. November 1942 nach Auschwitz deportiert. Dort wurde sie unmittelbar nach ihrer Ankunft am 5. November 1942 ermordet.


Biografische Zusammenstellung

Dr. Judith Hahn

Weitere Quellen

Fotos; Recherchen der Paten; Informationen des Archivs des Übergangslagers Westerbork; Friedhofskartei Weißensee