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Judith Bütow

Judith Bütow © OTFW
VERLEGEORT
Caspar-Theyß Str. 26

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Schmargendorf
VERLEGEDATUM
Februar 2013

GEBOREN
03.12.1922 in Allenstein (Ostpreußen) / Olsztyn
DEPORTATION
am 15.08.1942 nach Riga
ERMORDET
18.08.1942 in Riga

Judith Bütow ist am 3. Dezember 1922 in Allenstein (Olsztyn) in Ostpreußen geboren. Das Mädchen war querschnittsgelähmt und bedurfte ständiger Pflege. Die fünfköpfige Familie –
Judith bekam noch zwei Geschwister – wohnte in der Caspar-Theyß-Staße 26, aber bei der Volkszählung 1939 wurde sie nicht gemeldet. Am 15. August 1942 wurde sie allerdings wie die Eltern und eine Schwester nach Riga deportiert. Wie sie die Zugfahrt von Berlin nach Riga, die vier Tage lang dauerte, in ihrem Zustand überstanden hat, ist rätselhaft. Aus den Aufzeichnungen von Jens Aaron Guttstein geht hervor, dass sie sofort nach der Ankunft am Güterbahnhof der lettischen Hauptstadt Skirotava am 18. August 1942 ermordet worden ist, während ihre Eltern Hugo und Rosa und ihre Schwester Eva die Massengräber, in denen sie dann verscharrt wurden, selbst ausschaufeln mussten.


Biografische Zusammenstellung

Helmut Lölhöffel (Stolpersteine-Initiative C-W)

Weitere Quellen

Gedenkblatt von Jens Aaron Guttstein bei Yad Vashem; Jens Aaron Guttstein: Juden in Zeitz. Zeitz 2014 und Jens Aaron Guttstein: Lebenswege. Die Shoa in Zeitz 1933-1945. Zeitz 2017
Siehe auch Mitteldeutsche Zeitung: mz-web.de/zeitz/juedische-geschichte-in-zeitz--jedes-opfer-ist-einmalig—3392598 lebensläufe